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Deutscher Forstverein zum Internationalen Tag des Waldes

Deutscher Forstverein zum Internationalen Tag des Waldes

Die Vereinten Nationen stellen den Internationalen Tag des Waldes am 21. März unter das Motto „Forests | Climate | Change“ und möchten so auf die herausragende Bedeutung der Wälder für den Klimaschutz hinweisen. Als Kohlenstoffsenken nehmen Wälder das klimaschädliche Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf und speichern es im Holz und in den Waldböden.
Dazu Carsten Wilke, Präsident des Deutschen Forstvereins (DFV): „Gesunde Wälder und intakte Waldböden sind entscheidende Faktoren, dem Klimawandel zu begegnen.“ Hier übernimmt Deutschland mit seiner multifunktionalen nachhaltigen Forstwirtschaft eine Vorreiterrolle in der Welt. Die Waldfläche, der Holzvorrat und auch die Naturnähe der heimischen Wälder nehmen laut einer jüngst veröffentlichten Studie zu.
Es darf keine Denkverbote geben!
Dennoch haben auch die hiesigen Waldbesitzer mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen. Längere Trockenperioden und häufiger auftretende Naturkatastrophen wie Sturm oder Überschwemmungen gefährden die Stabilität der Wälder. Hier sind innovative Lösungsansätze gefordert. „Der von der Bundesregierung aufgestellte Waldklimafonds ist eine richtige und wichtige Maßnahme, die Forschung über die Auswirkungen des Klimawandels in der Forstwirtschaft voranzutreiben“, so Wilke. „Die Mittel sind jedoch angesichts der möglichen existenziellen Bedrohung vieler Waldbesitzer bei weitem nicht ausreichend!“ In Deutschland werden vielerorts einheimische Baumarten wie die Fichte oder Buche durch Wassermangel und Schadorganismen Probleme bekommen. Großflächig findet daher in Deutschland bereits ein Waldumbau statt, der zum Ziel hat, die Wälder stabiler zu gestalten. „Auf der Grundlage einer wissenschaftlichen Herangehensweise darf es keine Denkverbote in Hinblick auf eine stellenweise Überarbeitung der klassischen mitteleuropäischen Baumartenzusammensetzung geben!“ fordert Wilke.
Durch eine nachhaltige Forstwirtschaft wird der Rohstoff Holz wertvoll weiterverarbeitet und im Hausbau oder in Möbeln als klimafreundliche Alternative zu Beton und Plastik eingesetzt. Werden Waldflächen dagegen gerodet und beispielsweise in Ackerland umgewandelt, werden diese Flächen zu bedeutenden Quellen von Treibhausgasen. Zudem werden die sensiblen Waldböden zerstört und leisten der Erosion Vorschub. Dieser Waldflächenverlust von jährlich 15 Mio. ha insbesondere in den Tropen, beschleunigt den Klimawandel und macht die Böden unfruchtbar.
Der Deutsche Forstverein wird sich auch diesem Thema auf seiner Tagung vom 17. bis 21.6.15 in Flensburg widmen: www.flensburg2015.de
Deutscher Forstverein

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