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Der Gesamtvorstand des Deutschen Forstunternehmer-Verbandes bei seiner Sitzung am 17. November 2017 in Neheim (NRW)

Referent für die deutschen Forstunternehmer

Der Deutsche Forstunternehmer-Verband (DFUV) träumt seit vielen Jahren davon, die Verbandsarbeit mit einem Geschäftsführer zu verstärken. Bisher hat dafür immer das Geld gefehlt. Die solide Haushaltsführung der letzten Jahre eröffnet nun aber doch die Chance, einen Anfang zu wagen. Am 17. November beschloss der Gesamtvorstand des DFUV in Eisborn (NRW) einstimmig, die nötigen Mittel für einen Teilzeit-Referenten auf freiberuflicher Basis freizugeben. Die zeitlich befristete Position wird ausgeschrieben.

Dass auch Vorstandsmitglieder wie Dr. Michael Sachse oder Herbert Körner, die immer eine maßvolle Ausgabenpolitik verfochten haben, für diesen Beschluss stimmten, macht die Dringlichkeit deutlich. Die rein ehrenamtliche Verbandsarbeit ist in eine Sackgasse geraten. Die Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstands sind zu sehr in das Alltagsgeschäft ihrer Unternehmen eingebunden, um alle Aufgaben umfassend wahrnehmen zu können. Eine Folge ist, dass ihre Arbeit an der Basis nicht richtig ankommt und die Forstunternehmer ihre Landesvorsitzenden fragen, was der DFUV mit ihren Beiträgen eigentlich macht.

Arbeit gibt es reichlich

Arbeit für einen Referenten gibt es reichlich. In der Aufgabenbeschreibung des DFUV steht an erster Stelle die Lobby- und Netzwerkarbeit mit der Vorbereitung und Dokumentation von Terminen. Dazu kommen interne Aufgaben wie die Mitgliederverwaltung, die Koordination von Stellungnahmen oder die Beratung der Mitglieder. Nicht zuletzt sind auch die Öffentlichkeitsarbeit und interne Rundschreiben zu erledigen.

Die Stelle ist zunächst befristet. Einige Maschinenanbieter, Finanzierer und Versicherer haben aber angekündigt, ihre Beiträge an den DFUV anzuheben, wenn der Verband seine Arbeit wie jetzt angestoßen auf eine professionelle Basis stellt. Wenn dies klappt und weitere Finanzquellen erschlossen werden können, dürfte der Referent eine Dauereinrichtung werden.

Oliver Gabriel

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