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Deutsche Umweltstiftung nimmt FinalForest kritisch unter die Lupe

Deutsche Umweltstiftung nimmt FinalForest kritisch unter die Lupe

Deutschen Wald für die Ewigkeit schützen und darin die letzte Ruhe finden – das ist das Konzept von FinalForest – Rest in Trees R.I.T. Die Deutsche Umweltstiftung (DUS) ist nun auf den besonderen Waldfriedhof aufmerksam geworden und will das Waldschutzkonzept eingehend prüfen.Der FinalForest-Wald in Hümmel, Rheinland-Pfalz, wächst auf Urwaldboden, wie es ihn in Deutschland kaum noch gibt. Denn der Wald durfte hier seit Jahrtausenden ohne Rodung und Zerstörung wachsen. ForestFinance hat für FinalForest einen Teil des Hümmler Waldes gepachtet und bietet darin Waldbestattungen an, mit der Garantie, dass außer den Beisetzungen hier keine Forstwirtschaft betrieben wird. Der Wald kann auf diese Weise in Ruhe immer weiter zu einem Urwald heranwachsen. Die DUS will das Konzept nun gemeinsam mit weiteren Experten, u. a. Prof. Dr. Pierre Ibisch (Professor für Naturschutz an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde) ausführlich prüfen. Ein erstes Treffen hierzu hat bereits stattgefunden – für Dezember ist ein Besuch vor Ort mit einem Roundtable zwischen Experten der Stiftung und den Projektverantwortlichen von FinalForest geplant. Danach entscheidet sich, ob die Stiftung das Projekt unterstützen und gemeinsam mit den Initiatoren weiter vorantreiben wird. Für Jörg Sommer, den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Umweltstiftung, sind Waldfriedhöfe „ein anspruchsvolles Konzept, das jedoch nicht immer gut umgesetzt wird. Manche Areale werden so intensiv bewirtschaftet, dass der ökologische Nutzen gering ist – von einer letzten ‚Ruhestätte’ ganz zu schweigen. Dabei sollte der Schutz des Ökosystems Wald oberste Priorität haben.“

ForestFinance

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