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Deutsche Säge- und Holzindustrie zum Kartellverfahren in Baden-Württemberg

Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) unterstützt die Initiative der Agrarministerkonferenz zur Erhaltung bewährter forstlicher Betreuungsangebote in den Bundesländern. Die Ländervertreter hatten sich in einer gemeinsamen Sitzung am 5.9.2014 in Potsdam einstimmig für die Beibehaltung ihrer Modelle ausgesprochen.
„Die Holzindustrie begrüßt die Forderung der Länder“, betont DeSH-Hauptgeschäftsführer Lars Schmidt. Die kosten- und personalintensive Betreuung im Kleinstprivatwald sei von Landkreisen und Zusammenschlüssen allein nicht zu leisten. Die Politik müsse dies gegenüber dem Bundeskartellamt deutlich machen. „Ziel muss es sein, flächendeckend geordnete und möglichst umfassende Zuständigkeiten zu garantieren“, so Schmidt weiter. Dies könne nur erfolgen, wenn es den Waldbesitzern weiterhin erlaubt ist, die Betreuungsangebote der Forstverwaltungen wahrzunehmen.
Hierfür plädiert auch die rheinland-pfälzische Agrar- und Forstministerin Ulrike Höfken in einer offiziellen Mitteilung ihres Hauses: „Diese Form der Zusammenarbeit hat sich in jeder Hinsicht bewährt. Die Gemeinschaftsforstämter arbeiten effizient und genießen eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung, bei den Waldbesitzern und in der Holzindustrie.“
Der DeSH fordert das Bundeswirtschaftsministerium daher auf, die Position der Länder und Holzindustrie im vorgeschlagenen Novellierungsprozess zu berücksichtigen und eine entsprechende Änderung des Bundeswaldgesetzes auf den Weg zu bringen. Nur so könne die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Clusters Forst und Holz langfristig sichergestellt werden, so Schmidt.
Bereits im April hatte der DeSH in einer Stellungnahme die negativen Folgen des Kartellverfahrens gegenüber dem Bundeskartellamt aufgezeigt. Jüngst warnten auch die deutschen Laubholzsäger vor den Auswirkungen einer möglichen Strukturreform.
 
 
 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
DeSH

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