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Deutsche Papierindustrie: Energiewende bleibt von zentraler Bedeutung

Die Ausgestaltung der Energiewende bleibt für die deutsche Papierindustrie von zentraler Bedeutung. Ohne Fortführung der bestehenden Ausnahmeregelungen für energieintensive Industrien bei der Strom- und Energiesteuer, dem EEG und den Netzentgelten steht die internationale Wettbewerbsfähigkeit dieser Branchen zur Disposition. Das erklärte der Präsident des Verbandes Deutscher Papierfabriken (VDP), Moritz J. Weig, auf der VDP-Mitgliederversammlung. Die gegenwärtige Gerechtigkeitsdebatte bei der Energiewende versuche Verbraucher gegen Industrie auszuspielen, ohne die stabilisierende Rolle der Industrie für den Wirtschaftsstandort Deutschland zu berücksichtigen.
Über alle Sorten erwartet der VDP für 2012 einen Produktionsrückgang von 1 % bei einer Gesamtmenge von 22,5 Mio. t Papier, Karton und Pappe. Der Umsatz werde mit knapp 15 Mrd. EUR voraussichtlich um 4 bis 5 % unter dem Vorjahr liegen. Laut Weig musste die Branche im laufenden Jahr in einigen Bereichen mit fallender Nachfrage kämpfen.
Die grafischen Papiere verbuchten von Januar bis Oktober im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen deutlichen Produktionsrückgang um 5,4 %. Papiere, Kartons und Pappen für Verpackungszwecke entwickelten sich hingegen mit einem Produktionsplus von 2,4 % deutlich besser. Bei der Hygienepapierproduktion gab es ein Plus von 2,4 %. Die technischen und Spezialpapiere konnten um 0,4 % zulegen.

VDP

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