Holzindustrie, Bretterstapel im Sägewerk
Die Deutsche Holzindustrie hat im Jahr 2021 ein Umsatzplus von 11,9 % erzielt, allerdings mit unterschiedlichen Entwicklungen in den verschiedenen Sparten.
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Deutsche Holzindustrie meldet 11,9 % Umsatzplus

03. März 2022

Die Deutsche Holzindustrie erwirtschaftete 2021 im Vergleich zum Vorjahr mit rund 41 Mrd. Euro ein Umsatzplus von 11,9 % und hat damit ihre eigenen Erwartungen deutlich übertroffen, wie der Dachverband HDH mitteilt.

Trotz des immensen Kostendrucks und anhaltender Lieferengpässe bei vielen Materialien im letzten Jahr behaupte sich die Holzindustrie als eine robuste Branche der deutschen Wirtschaft, so HDH-Präsident Johannes Schwörer. Die anhaltend gute Nachfrage nach Holz bestätige die Bedeutung des Rohstoffes als nachhaltiges Material in allen Lebens- und Verwendungsbereichen.

Uneinheitliche Entwicklung

Vor dem Hintergrund der pandemiebedingten Lieferengpässe schlug sich die volatile Preisentwicklung beim Holz in den Umsätzen einiger Branchen nieder. So verzeichneten die Sägeindustrie (+46,2 %), die Holzwerkstoffindustrie (+23,7 %) und die Holzverpackungsindustrie (+43,7 %) deutliche Umsatzsteigerungen.

Die Umsätze im baunahen Bereich der Holzindustrie (+3,3 %) – dieser umfasst neben dem Holzfertigbau auch die Herstellung von Fenstern, Türen, Treppen und anderen holzbasierten Bauelementen – und in der Möbelindustrie (+1,9 %) bewegten sich dagegen nur leicht über dem Vorjahresniveau.

Die Zahl der Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,7 % auf 924, die Zahl der Beschäftigten um 1,3 % auf 154.327 Personen.

Sorgen um Lieferkettengesetz

Sorgen macht sich die Branche um das geplante Lieferkettengesetz der Europäischen Kommission. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen sei es aus Sicht des Verbands nicht darstellbar, Lieferanten und Unterlieferanten rund um den Globus zu überprüfen, geschweige denn auf sie Einfluss zu nehmen. Man befürchtet einen enormen Bürokratieaufwand. Aus Sicht der Deutschen Holzindustrie solle die Kommission deshalb die geplanten Anforderungen auf konkret überprüfbare Zulieferer und die direkten Vertragspartner der Unternehmen begrenzen.

Quelle: HDH