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Deutsche Forstwirtschaft – Eine jahrhundertealte Erfolgsgeschichte

Seit über 300 Jahren wird in Deutschland nachhaltige Forstwirtschaft betrieben. Die am 8.10.2014 vorgelegten Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur zeigen, dass die nachhaltige Forstwirtschaft in Deutschland mit den Herausforderungen des Klimawandels bestens zurechtkommt. So der Bayerische Waldbesitzerverband.

Das Prinzip der Nachhaltigkeit bewahrt sich die Forstwirtschaft vor allem bei strategischen Entscheidungen, um dem Klimawandel zu begegnen. Hierbei handelt die Forstwirtschaft stets mit Weitsicht, was zahlreiche Beispiele, jetzt auch aus der dritten Bundeswaldinventur, belegen. So ist der Waldumbau weit vorangeschritten, die Bäume werden älter und der Totholzanteil hat erneut gegenüber der letzen Bestandsaufnahme 2002 zugenommen.
Die Studie zeigt, dass ökonomische Nutzung den Wäldern ökologisch gut tut. Dessen ungeachtet war die deutsche Forstwirtschaft schon vor über 300 Jahren Mitbegründer der weltweit ersten geplanten Forstwirtschaft, die eine Multifunktionalität des Waldes im Blick hatte und hat. Damit erkannte die Forstwirtschaft in Deutschland früh die Notwendigkeit, den Zielen des Naturschutzes genauso zu entsprechen, wie den Erfordernissen, Energie und Rohstoff für wirtschaftliche Tätigkeiten zur produzieren. Heute ist die deutsche Forstwirtschaft mit den nachgelagerten Wirtschaftsbereichen und über 1 Mio. Arbeitsplätzen ein entscheidender wirtschaftlicher Faktor, vor allem, aber nicht nur, in den ländlichen Räumen.
Der Erfolg der Forstwirtschaft ruht auf einem Drei-Säulen-Modell.
Dabei arbeitet die Forstwirtschaft kontinuierlich daran, die Multifunktionalität der Wälder weiter zu verbessern und noch mehr fossile Rohstoffe zu ersetzen bzw. CO2 zu binden.
Erste Säule: Waldumbau:
• Ausrichtung auf Baumarten, die sowohl mit sich ändernden Klimabedingungen (z. B. Stürme oder Trockenheit) bestens zurechtkommen als auch für zukünftige wirtschaftliche Verwertungen hervorragend geeignet sind.
• Baumartenmix zur Risikostreuung, auch gegen neuartige Schädlinge wie beispielsweise den Asiatischen Laubholzbock.
Zweite Säule: Technischer Fortschritt:
Forschung und Entwicklung von weiteren Verwendungsmöglichkeiten für Holz, dabei Schwerpunktsetzung nicht nur auf Energie und Baustoff, sondern auch Rohstoff für die chemische Industrie zur Herstellung von Folgeprodukten.
Dritte Säule: Operative Maßnahmen:
• Bessere Nutzung der Wälder.
• Angepasste Erntetätigkeit.
• Optimierte Prozesse in der Logistik durch kürzere Wege.
• Erhalt der Wertschöpfung in den ländlichen Räumen.
Die Forstwirtschaft ist ausweislich der Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur auf dem richtigen Weg. Behauptungen von „Naturschutzverbänden“, eine falsche und den Wald überfordernde Bewirtschaftung durchzuführen, sind mit den objektiven Fakten widerlegt. Nun gilt es die Strukturen für die Waldwirtschaft in Deutschland weiter zu stärken und die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.
Der Bayerische Waldbesitzerverband e.V. ist die Interessensvertretung des Waldbesitzes in Bayern. Rund 2,5 Mio. ha und damit 36 % der bayerischen Landesfläche sind bewaldet. Davon nimmt der Privatwald 58 %, der Körperschaftswald 10 %, der Staatswald 30 % und der Bundeswald einen Anteil von 2 % ein.
Bayerischer Waldbesitzerverband

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