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Deutsche Bahn: Rückschnitt entlang der Gleise

Die Stürme im Herbst 2017 und Anfang 2018 haben bei der Deutschen Bahn für Schäden an Gleisen und Anlagen in Millionenhöhe gesorgt – und den Eisenbahnverkehr zum Teil tagelang lahm gelegt. Aus diesem Grund wird das Staatsunternehmen in Zukunft die Gehölzstreifen entlang der Bahnstrecken stärker beschneiden. Einen entsprechenen Plan hat die Deutsche Bahn Ende Januar vorgestellt. Zu den rund 100 Mio. €, die das Unternehmen seit 2007 jährlich für die Vegetationspflege und -kontrolle investiert, kommen in den nächsten fünf Jahren zusätzliche 125 Mio. €. Die 2016 eingeführte Bearbeitung störanfälliger Bereiche (Hot Spots) wird 2018 mit weiteren 1,8 Mio. € fortgesetzt. Nicht zuletzt will die Deutsche Bahn bis zu 150 Mitarbeiter für die Inspektionen der Strecken einstellen. Die Steuerung des Vegetationsmanagements übernimmt das neue Expertenteam „Vegetation und Naturgefahren“.

Vegetationsmanagement

Wie die Infografik zeigt, besteht das Vegetationsmanagement aus folgenden Elementen:

  • Mindestens 6 m rechts und links der Gleise wird einmal jährlich bzw. nach Bedarf aller Bewuchs entfernt (Rückschnittszone).
  • Außerhalb dieses Bereiches (Stabilisierungszone) inspizieren schon heute über 1 000 Mitarbeiter regelmäßig den Bewuchs. Mit mehr Förstern und Fahrwegpflegern wird die Bahn das intensivieren. Sie suchen nach Bäumen, die möglicherweise instabil sind und erfassen den Baumbestand dabei digital. Diese Daten bilden die Grundlage für die nachfolgende Vegetationsentwicklung entlang der Bahngleise.
  • Mit der Durchforstung der Stabilisierungszone fördert die Bahn einen „robusten Vegetationsbestand“. Sturmanfällige Baumarten und -formen werden über die Rückschnittszone hinaus entfernt; der Wuchs stabiler, standortgerechter Bäume und Sträucher wird unterstützt. Durch diese Maßnahmen werden die Waldbestände entlang der Gleise sturmsicherer.
  • An neuralgischen Stellen (Hot Spots) werden Bäume auch außerhalb des 6-m-Bereichs im V-Profil gefällt.

DB/Red.

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