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Deutsch-französischer Gedankenaustausch zur Douglasie

Deutsch-französischer Gedankenaustausch zur Douglasie

Am 13. und 14. Juli 2010 trafen sich in Norddeutschland einige Douglasien-Experten aus Deutschland und Frankreich. Anlass war das kürzliche Erscheinen des Buches „Le Douglas“ des französischen Forstwissenschaftlers Prof. Rémy Claire, der sich seit über 30 Jahren mit der Douglasie beschäftigt. Der Verfasser war in Begleitung seines Landsmannes Laurent Goergler nach Schleswig-Holstein gekommen.
Am 13. Juli traf man sich in Norderstedt zu einem ausführlichen Gedankenaustausch bei dem deutschen Forstwissenschaftler Rolf Hennig, der bereits 1951 ein kleines Buch über die Douglasie im Neumann Verlag (Radebeul und Berlin) veröffentlicht hatte. Am 14. Juli erfolgte eine Exkursion in den Sachsenwald unter Führung von Rolf Hennig, der sich mit diesem Waldgebiet und seiner Geschichte jahrzehntelang intensiv befasst hat.
Im Mittelpunkt des jetzigen Interesses standen die alten Douglasien, die auf den Reichskanzler Fürst Bismarck zurückgehen und die sich inzwischen in mehreren Generationen kräftig natürlich verjüngt haben. Fürst Bismarck und der Sachsenwald waren bekanntlich wesentliche Ausgangspunkte für den Douglasienanbau in Deutschland. Das betrifft nicht nur die Vorbildfunktion und die Beratung, beispielsweise hinsichtlich der Provenienzfrage, sondern auch Ernte und Verkauf von Saatgut aus den bewährten Beständen. Im Sachsenwald hat sich eindeutig die „grüne“ Douglasie, also var. viridis, am weitaus besten bewährt. Für die französischen Gäste war es interessant, diese forstliche „Keimzelle“ zu besichtigen
Rolf Hennig

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