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Bei der Umsetzung ihrer Ziele steht die deutsche Säge- und Holzindustrie für eine umweltverträgliche und wertschöpfende Nutzung des Werkstoffs und Bioenergieträgers Holz.

Sonder-Abschreibung für Mietwohnungsneubau

Im Vorfeld des Wohnungsgipfels am 21. September 2018 plant die Bundesregierung mit einer Gesetzesoffensive dem Wohnraummangel zu begegnen. Die vorgesehene Sonder-Abschreibung für bezahlbaren Wohnungsneubau ergänzt dabei die am 5. September 2018 vom Bundestag beschlossene Verschärfung der Mietpreisbremse sowie die geplante Einführung des Baukindergelds. Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) begrüßt die Initiative der Bundesregierung zur Schaffung von neuem Wohnraum und sieht gerade beim seriellen und modularen Holzbau große Potenziale.

Der Referentenentwurf aus dem Bundesfinanzministerium sieht eine zusätzliche Abschreibungsmöglichkeit für den Neubau von Mietwohnungen zwischen dem 31. August 2018 und dem 31. Dezember 2021 vor (Sonder-AfA), wenn sich die Anschaffungs- oder Herstellungskosten auf maximal 3.000 € pro Quadratmeter belaufen. Die geförderten Wohnungen müssen 10 Jahre lang als Mietwohnungen genutzt werden. Zusätzlich zur regulären AfA von 2 % sollen über vier Jahre jeweils weitere 5 % jährlich angesetzt werden können. Dies gelte auch für Einheiten, die entstehen, wenn zum Beispiel Gewerbeflächen zu Wohnraum umgewidmet oder Dachgeschosse ausgebaut werden. Sind die Voraussetzungen erfüllt, können pro Quadratmeter Wohnfläche maximal 2.000 € gefördert werden.

„Wir begrüßen diesen Schritt der Bundesregierung als ein starkes Signal hin zu mehr Wohnraum ausdrücklich“, so DeSH-Hauptgeschäftsführer Lars Schmidt. „Gerade beim Aufstocken im urbanen Raum kann der modulare und serielle Holzbau den dringend benötigten nachhaltigen Wohnraum schaffen.“

Chance für Klimaschutz im Gebäudebereich nutzen

Allerdings, so Schmidt, greife die geplante Gesetzesinitiative immer noch zu kurz: „Eine steuerliche Förderung sollte allerdings nicht nur auf den Wohnungsneubau beschränkt sein. Denn insbesondere im Gebäudebestand liegen noch riesige Potenziale. Mit Blick auf die Klimaziele der Bundesregierung muss in solch einer Förderung auch die energetische Sanierung sowie die CO2-Bilanz des Baustoffs berücksichtigt werden.“

DeSH

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