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Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet für den DFWR, dass Pflege und Bewirtschaftung der Wälder im Interesse ihres gesunden, stabilen und leistungsfähigen Zustandes, ihrer Multifunktionalität durch Nutzung, Schutz und Erholung und im Interesse der Landeskultur und des Umweltschutzes erfolgen – in der Gegenwart und in der Zukunft.

Der Weg aus der Klimakrise führt in den Wald

Auf der UN-Klimakonferenz in Katowice wird über Klimaschutzmaßnahmen beraten. „Wenn das vereinbarte 1,5-Grad-Ziel des Pariser Weltklimaabkommens noch erreicht werden soll, müssen wir jetzt rasch und mit weitreichenden, bisher nicht dagewesenen Maßnahmen reagieren“, sagte Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates e.V. (DFWR) am 3. Dezember in Berlin.

„Die vergangenen 12 Monate haben uns deutlich vor Augen geführt, was die Folgen des Klimawandels für den Wald, die deutsche Forstwirtschaft aber auch für die Gesellschaft bedeuten. Stürme sowie langanhaltende Hitze und Dürre haben dem Wald 2018 besonders schwer zugesetzt und zu erheblichen Waldschäden geführt“, betonte der DFWR-Präsident.

Wald und Forstwirtschaft haben im Klimawandel eine Doppelrolle: Sie sind besonders von den Auswirkungen betroffen und sie tragen entscheidend dazu bei, dass die Klimaschutzziele erreicht werden können. Der deutsche Wald sowie seine nachhaltige Nutzung sparen jährlich rund 14 % der nationalen CO₂-Emissionen ein. Schirmbeck: „Wir können es uns nicht leisten, diese erhebliche Klimaschutzleistung durch unüberlegte Nutzungsbeschränkungen im Wald aufs Spiel zu setzen, da insbesondere die nachhaltige Nutzung unserer Wälder die größten Klimaschutzpotenziale bietet.“

Klimakrise und Waldumbau

Die Forstleute und Waldbesitzenden arbeiten bereits seit rund 30 Jahren verstärkt daran, die Wälder an die sich ändernden klimatischen Bedingungen anzupassen. Dazu gehören unter anderem aktive Pflegemaßnahmen und das Pflanzen standortgerechter, produktiver Mischwälder, um die Klimastabilität und die Widerstandsfähigkeit zu verbessern.

„Der dauerhafte Erhalt des Waldes und seiner vielfältigen Funktionen für die Gesellschaft sollte nicht nur die DNA der Forstleute und Waldbesitzenden sein. Sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die mehr wertgeschätzt und öffentlich stärker gefördert werden sollte“, forderte der DFWR-Präsident.

„Die deutsche Forstwirtschaft fordert deshalb verlässliche politische Rahmenbedingungen für die zwei Millionen Waldbesitzenden und Forstbetriebe. Es sollten nicht immer neue Hürden für die weltweit als Vorbild dienende nachhaltige deutsche Forstwirtschaft aufgebaut werden. Im globalen Maßstab erfüllen wir bereits die höchsten Standards für die Waldbewirtschaftung“, sagte Schirmbeck.

„Die Bundesregierung muss sich deutlich mehr anstrengen, um die ambitionierten Klimaschutzziele zu erreichen. Die deutsche Forstwirtschaft steht als verlässlicher Partner breit, sie dabei mit allen Kräften zu unterstützen“, betonte der DFWR-Präsident.

DFWR

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