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„Der Wald zeigt, ob die Jagd stimmt!“

Der Ökologische Jagdverein Mecklenburg-Vorpommern informiert Waldbesitzer darüber, dass Wildschäden bis zum 1. Mai gemeldet sein müssen.Fremdbestimmtes Eigentum? So geht es in Mecklenburg-Vorpommern Tausenden von Waldbesitzern, deren Flächen zu klein sind für eine Eigenjagd. Sie machen oft die Erfahrung, dass ihre Nöte von den Jägern, die ihnen eigentlich als Partner zur Seite stehen sollten, nicht ernst genommen werden. Der massive Wildschaden im Wald, den Rehe, Rot- und Damwild an der Waldverjüngung anrichten, wird vielfach einfach in Abrede gestellt, oder es wird dem Waldbesitzer versucht einzureden, er müsse damit leben, weil es ja nicht zu ändern sei. Und dies, obwohl alle vorliegenden Zahlen (z.B. Bundeswaldinventur) die Dramatik der Situation eindrucksvoll belegen und auch die Jagdstatistiken zeigen, dass die Wildbestände sich z.B. alleine beim Rehwild seit 1970 fast verdreifacht haben.

Einschränkung der waldbaulichen Handlungsmöglichkeiten
Wildschäden im Wald durch Verbiss junger Bäume und Schälen der Rinde von älteren Bäumen ist ein massives ökonomisches und ökologisches Problem, das den Aufbau zukunftsfähiger und auch an den Klimawandel angepasster Wälder verhindert und den Waldbesitzern unzumutbare finanzielle Belastungen aufbürdet. Entsprechend seiner Eigentümerziele muss der Waldbesitzer grundsätzlich in der Lage sein, alle heimische Baumarten ohne Zaun- und sonstigen Schutz in seinem Wald anzubauen oder natürlich zu verjüngen.
Landeigentümer können erst ab einer Eigentumsfläche von 75 ha selbst auf ihrem Eigentum jagen und Einfluss auf die Wildbestände nehmen – darunter wird ihre Fläche einem Jagdbezirk zugeschlagen, sie sind also auf fremde Jäger angewiesen. Die Jäger haben in der Regel kein Interesse, die forstlichen Ziele des Waldbesitzers zu unterstützen – enteignungsähnliche Zustände aufgrund der Einschränkung der waldbaulichen Handlungsmöglichkeiten sind für kleine Waldbesitzer die Regel, nicht der Ausnahmefall.
Der Ökologische Jagdverein unterstützt Waldbesitzer
Der Ökologische Jagdverein Mecklenburg-Vorpommern (ÖJV) als Vereinigung fortschrittlicher, am Naturhaushalt orientierter Jäger, Land- und Waldbauern und Naturschützer, weist deshalb alle betroffenen Waldbesitzer auf die Möglichkeit hin, bis zum 1. Mai Verbiss- und Schälschäden des zurückliegenden Winters entsprechend Bundes- und Landesjagdgesetz bei der örtlichen Ordnungsbehörde (Ämter bzw. kreisfreie Gemeinden) formlos anzumelden. Zu nennen sind Flur, Flurstück, Gemarkung, Eigentümer (Geschädigter), Ersatzverpflichteter (Jagdgenossenschaft/Jagdpächter) und die Höhe des Schadens.
Waldbesitzer sollten diese Möglichkeit unbedingt nutzen, um bei ihren Jägern überhaupt Problembewusstsein zu erreichen. Der Ökologische Jagdverein unterstützt auf Anfrage gerne, informieren kann man sich auch bei den Unteren Jagdbehörden der Landkreise und bei den Forstbehörden im Rahmen der kostenlosen Beratung der Waldbesitzer.
Es gilt der Grundsatz: „Der Wald zeigt, ob die Jagd stimmt!“
Ökologischer Jagdverein Mecklenburg-Vorpommern

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