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Der Restholzbündler

Der Restholzbündler

Die Firma John Deere Forestry hat viele Jahre einen Restholzbündler gebaut. Das drehbare Bündleraggregat wurde dabei auf dem Forwarder-Modell 1410D aufgebaut und die Einheit unter der Typenbezeichnung 1490D vermarktet. Im Jahr 2010 stellte der finnische Hersteller zuletzt noch einen Prototypen auf Basis des Forwardermodells 1110E fertig. Dem Weltmarktführer erschienen die Aussichten für die Maschine jedoch zu unsicher und entschied sich deshalb im Jahr 2011 gegen die Aufnahme der Serienproduktion.Im vergangenen Jahr hat die Firma Wellink Caesar den Prototypen des 1190E zusammen mit den Konstruktionsunterlagen und Produktionsrechten gekauft. Der niederländische John-Deere-Händler und Hacker-Produzent sieht zum Beispiel in den Eukalyptus-Plantagen Spaniens oder Australiens einen Markt für diese Technik. Dort müssen die Hiebsreste entfernt werden, um die Gefahr von Waldbränden zu bannen. Der Einsatz von Hackern sei für diesen Zweck zu teuer.Unter der Bezeichnung „Dutch Dragon Slash Bundler SB60“ hat Wellink Caesar die Maschine auf der KWF-Tagung jetzt erstmals in einer überarbeiteten Version wieder gezeigt. Aufgebaut war der Bündler auf einem Forwarder John Deere 1210E, das Gerät kann jedoch auch auf Lkw und Lkw-Anhängern sowie mit anderen Trägerfahrzeugen kombiniert werden. Das Unternehmen hat den Rahmen verstärkt, den Tiltwinkel von 5° auf 10° erhöht und die Durchlassöffnung vergrößert. Statt eines Harvesterschwertes wie beim Original kappt nun ein zweischneidiges Messer die fertigen Bündel. Und für den Einzug verwendet Wellink Caesar die leistungsstarken Einzugswalzen der Dutch Dragon-Hacker mit agressiver Bezahnung. Außerdem hat Dutch Dragon ein eigenes Steuersystem für den Bündler eingeführt mit einem separaten 7“-Bildschirm in der Kabine.

Oliver Gabriel

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