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Wurzel einer Trauben-Eiche aus dem ehemaligen NSG Weißwasser

„Der letzte Zeuge“: 400-jährige Eichenwurzel ziert Eingang zum Eberswalder Waldcampus

Mit einer kunstvoll präsentierten riesigen Eichenwurzel hat der Waldcampus in Eberswalde ein neues Wahrzeichen erhalten und begrüßt nun im Namen des Landeskompetenzzentrums Forst Eberswalde (LFE) Gäste, Studierende und Mitarbeiter auf dem „Grünen Hügel“.
Diese Wurzel einer Trauben-Eiche ist das letzte Relikt aus dem NSG Weißwasser, welches mit seinem gewaltigen Baumbestand vor einigen Jahren dem Tagebau Nochten weichen musste.
Nicht ganz ohne zwiespältige Gefühle haben sich Wissenschaftler des LFE vor diesem riesigen Waldverlust einige uralte Eichen für Biomasseuntersuchungen sichern können, um vor allem die Wurzelarchitektur vitaler Alt-Eichen zu studieren.
Mit schwerer Technik und der Werksfeuerwehr des Tagebauunternehmens wurde die Eiche bis in die letzten Feinwurzeln freigespült, um dann in mühevoller Kleinarbeit von einer Mannschaft des LFE vermessen und gewogen zu werden. Dann trat die Wurzel auf einem Tieflader ihre letzte Reise nach Eberswalde an, während im Tagebau die Bagger anrückten.
Eine Bilderserie vom Eichenbestand, der Fälllung, der Wurzelgrabung mit der Feuerwehr, der Untersuchung und dem Transport findet sich auf der Internetseite des Landesbetriebes Forst Brandenburg.
Jan Engel/LFE
die nach erfolgten Untersuchungen vor dem LFE-Hauptgebäude in Eberswalde aufgestellt wurde. Foto: J. Engel/LFE Wurzel einer Trauben-Eiche aus dem ehemaligen NSG Weißwasser

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