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Der LBV begrüßt erste bayerische Jungwölfe

Der LBV begrüßt erste bayerische Jungwölfe

Der LBV begrüßt den Nachweis des ersten Wolfsnachwuchses in Bayern seit rund 150 Jahren. Nachdem im Laufe dieses Jahres bekannt geworden war, dass sich im Freistaat mindestens zwei Wolfspärchen angesiedelt hatten, war es für den LBV nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Jungwölfe gesichtet würden. Nach den gesicherten Erkenntnissen des Bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU) ist dies nun im Bayerischen Wald mit der Hilfe von Wildtierkameras gelungen.

Der LBV freut sich über die eigenständige Wiederansiedelung des Wolfs, denn er gehört zu Bayerns faszinierender Natur. „Doch wir haben auch Verständnis für die Bedenken der Nutztier- und Gatterwildhalter“, so der LBV-Artenschutzreferent Dr. Andreas von Lindeiner. „Deshalb benötigen wir schleunigst ein staatliches Instrument, um wirkungsvolle und auf die jeweilige lokale Situation angepasste Präventionsmaßnahmen fördern zu können.“ Der Nachweis der ersten Jungwölfe ist damit auch der Nachweis eines Rudels und somit einer „etablierten Population mit Reproduktion“. Fachlich ist das die Grundvoraussetzung für die 3. Stufe des Managementplans für den Wolf. „Die Blockadehaltung einiger Nutzerverbände gegen die Weiterentwicklung des bayerischen Wolfsmanagements muss deshalb jetzt enden“, mahnte der LBV-Wolfsexperte. Dazu fordert der LBV eine professionelle und flächendeckende Beratung für Tierhalter durch die Ämter für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten. Der Wolf genießt in Europa und damit auch in Bayern einen strengen Schutzstatus und ist durch das europäische Naturschutzrecht geschützt. „Jegliche illegalen Nachstellungen werden wie auch beim Luchs streng bestraft“, erklärte von Lindeiner. Der LBV rechnet damit, dass ausgehend vom ersten bayerischen Rudel im Bayerischen Wald in den nächsten Jahren weitere Rudelansiedlungen in angrenzenden Gebieten zu erwarten sind.

Das Wildtiermanagement umfasst alle Maßnahmen und Aktivitäten für den Umgang mit Interessenskonflikten, die durch Wildtiere verursacht sind. Dabei sind die speziellen Ansprüche der Menschen und Wildtiere, die in der Region leben, zu berücksichtigen.

LBV

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