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Der Herbst erstrahlt in leuchtenden Farben

Jedes Jahr im Herbst vollzieht sich in unseren Wäldern ein buntes Spektakel: Die Blätter unserer Bäume verlieren ihr kräftiges Grün und tragen fortan goldene, orangene und rote Farbkleider, bis die Bäume ihre Blätter gänzlich verlieren. Doch wie kommt es zu diesem Wechsel? Im Volksmund spricht man in diesen Wochen vom „goldenen Oktober“.

Die Trockenheit der Sommermonate und die sinkenden nächtlichen Temperaturen geben den Bäumen in diesen Monaten den Impuls zum Umschalten auf den „Herbstmodus“. Die wenigen Sonnenstunden reichen nicht mehr um das grüne Blattkraftwerk in Schwung zu halten. Deshalb lässt der Baum im Herbst die Blätter fallen. Doch vorher entzieht er ihnen noch wichtige Pflanzenbausteine, darunter auch den grünen Farbstoff Chlorophyll, der das Licht für die Fotosynthese einfängt. Diese wertvollen Bausteine werden bis zum Frühjahr in den Wurzeln gespeichert. Deshalb kommen nun gelbe, orangene und rote Farbstoffe zum Vorschein, die im Frühjahr und Sommer vom Chlorophyll überdeckt wurden. Die Folge: Der Wald wird bunt. Als erste kündigen in der Regel Birke, Ahorn und Kastanie den Herbst an. Die Buche ist eher ein Nachzügler: Sie verliert ihre Blätter oft erst bei frostigen Temperaturen. Die Hainbuche trägt ihr braunes Blätterkleid häufig bis ins Frühjahr hinein.

Fast alle Nadelbäume behalten ihre Nadeln

Unsere Nadelbäume behalten in der Regel ihre Nadeln. Einzige Ausnahme: Die Lärche! Sie verliert ihre Nadeln, die deutlich dünner sind, als beispielsweise die Nadeln von Fichten und Tannen. Letztere verfügen über eine dicke Wachsschicht und eine sehr feste Haut, die die Verdunstung bremst.

Von oben nach unten: Bergahorn, Spitzahorn und Feldahorn in ihren herbstlichen Farben.
Von oben nach unten: Bergahorn, Spitzahorn und Feldahorn in ihren herbstlichen Farben. Foto: J. Preller/Wald und Holz NRW

Quelle: Wald und Holz NRW

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