Holztransport

Der Hackschnitzler

Bearbeitet von Oliver Gabriel

Größere Kunden und ihre Lieferanten entwickeln oft ein besonders Verhältnis: Der Lieferant hat einenverlässlichen Käufer und erhält ehrliche Rückmeldungen. Der Kunde weiß, bei wem er kauft und sieht besondere Wünsche leichter erfüllt. So läuft das auch zwischen dem Aufbauer Gsodam und dem „Hackschnitzler“ aus der Steiermark.

Franz Moser ist Geschäftsführer der gleichnamigen GmbH, die ihren Sitz in einem Ortsteil von St. Lambrecht in der südlichen Steiermark hat, einem Paralleltal zur oberen Mur. Der Lohnunternehmer ist seit 1995 selbständig. Er erkannte bald die Chancen, die im Holz als Biobrennstoff stecken und kaufte den ersten Hacker. Seither haben die Investitionen nicht aufgehört, der Betrieb ist ständig gewachsen. Derzeit arbeiten vier Großhacker von Albach in seinem Unternehmen.

[ngg src=“galleries“ ids=“83″ display=“basic_thumbnail“]Er ist der größte Kunde des deutschen Herstellers in Österreich. Ergänzend zu den „Diamanten“ und dem „Silvator“ besitzt er noch zwei auf Lkw aufgebaute Hackmaschinen von Mus-Max. Darunter ist auch der erste „Pumma“ des steirischen Herstellers. Wurzelstöcke und grobes Material zerkleinert ein Schredder. Somit gehört das Unternehmen wohl zu den leistungsfähigsten Hackgutmachern in Österreich. Zahlen will Moser nicht nennen. Auf Nachfrage gibt er nur preis, dass alle seine Hacker „gut ausgelastet“ seien.

Zum Hacken gehört auch der Transport. Deshalb betreibt Moser gleich eine ganze Lkw-Flotte, die das erzeugte Material auf die Lager oder in die Heizwerke fährt. Zehn Lkw mit Anhänger sind praktisch immer unterwegs. Denn ein optimal beschickter Albach bläst pro Stunde rund 250 m³ Material aus – und das will zeitgerecht abgefrachtet sein. Je nach Transportaufgabe fahren Glieder- oder Sattelzüge im Auftrag der Kunden.

Große Lagerflächen

Moser versteht sich als Dienstleister. Darum hat er in Neumarkt das Gelände eines aufgelassenen Sägewerkes gekauft. Dort lagert er fein sortiert Waldhackgut im Freien und Hackschnitzel aus Rundholz unter Dach. Das Freilager beträgt 3,5 ha, dazu kommt noch eine überdachte Fläche von 5.000 m². Die Kunden erhalten normgerecht getrocknete Ware. Die Wärme fürs Verdunsten des Wassers im Holz kommt von einem Blockheizkraftwerk. Sechs Glock-Holzvergasermodule produzieren zu einem Drittel Strom und zu zwei Dritteln Wärme, die ein Wärmetauscher auffängt und den Trocknungsboxen zuleitet. Dadurch ist gewährleistet, dass zu Beginn der Heizsaison immer genug getrocknetes Hackgut zur Verfügung steht, das „Der Hackschnitzler“ laufend ausliefert. Den Strom aus den Motoren verbraucht man selbst oder speist ihn ins Netz ein.

Den vollständigen Artikel finden Sie in der Forst & Technik 1/2021.

Anton Friedrich