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Geldanlage, Smartforest, Baum, Token

Der digitale Baum als Geldanlage

Die Firma SmartForest in London bietet sogenannte Tokens für Bäume an. Das sind digitale Zertifikate oder auch digitale Zwillinge echter Bäume, die sich als Geldanlage handeln lassen. So lassen sich Investitionen in Bäume und Wälder auch mit kleinen Beträgen tätigen, verspricht das Unternehmen.

Normalerweise sind für Waldinvestitionen große Beträge, in der Regel in Millionenhöhe nötig, da komplette Waldflächen den Besitzer wechseln. Mit dem Token wird jeder einzelne Baum zur standardisierten Geldanlage, in die jeder auch mit kleinen Beträgen investieren kann.

Unsicherheitsfaktor Zukunft

Das Unternehmen garantiert, dass der Baum, in den man investiert hat, auch gepflanzt und der Gewinn aus den Investments ausgeschüttet wird. Ebenso wird eine landwirtschaftliche Versicherung garantiert, für den Fall, dass der Baum ausfällt. Man könne allerdings nicht vorhersagen, wie sich jeder einzelne Baum entwickle. Deshalb handle es sich um eine Hochrisiko-Anlage. Um sein Portfolio zu diversifizieren sei die Anlage allerdings geeignet, besonders, da sich das weltweite Holzpreisniveau schneller als die meisten Anlagefonds entwickelt habe.

So geht‘s

Die Investition in einen Baum ist denkbar einfach: auf der Webseite des Unternehmens https://smartforest.world sucht sich der Interessent einen Baum aus und bezahlt. Er kann ihn sogar persönlich besuchen. Laut SmartForest befinden sich die Plantage in warmen EU-Ländern wie Bulgarien, Slowenien oder Kroatien. Bislang kann man vier verschiedene Paulownia-Arten erwerben.

Partnerfirmen

Alle sechs Monate, wenn genügend Orders eingegangen sind, gibt SmartForest einen Auftrag an die Partnerunternehmen, die die Plantagen betreiben. Die Partnerunternehmen stellen die Plantagenflächen zur Verfügung, pflanzen die Bäume und pflegen die Plantagen. Die Partner werden regelmäßig auditiert, um zu garantieren, dass die Bäume tatsächlich fachgerecht gepflanzt wurden. Jeder Anleger kann an den Audits teilnehmen und „seinen“ Baum in Augenschein nehmen.

Wertentwicklung und CO2-Bindung

Jeder Anleger bekommt zudem ein Zertifikat über seine Anlage. Zwischen der Pflanzung und Holzernte kann man seinen Token weiterverkaufen. Je nach Entwicklungsstadium des Baumes zu unterschiedlichen Preisen. Oder wartet bis zum Erntezeitpunkt und lässt sich den Gewinn auszahlen. Während dieser Zeit kann jeder Anleger zudem verfolgen, wie viel CO2 seine Anlage über die Zeit speichert. Außerdem kann er das Datum der Pflanzung, die Baumart, die GPS-Koordinaten, den Namen der Pflanzserie sowie den geschätzten Holzpreis einsehen.

SmartForest hat sein Geschäftsmodell 2018 entwickelt. Seit 2019 ist die Internetseite online.

Red.

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