ForstBranche

Der Achtsamkeitspfad: Stressbewältigung im Wald

Bearbeitet von Carolin Föste

Die SDW bietet sogenannte Achtsamkeitspfade an 12 Stationen oder auch mobil für jeden Wald an. Mithilfe von Informationstafeln oder Audio-Elementen können Waldbesuchende Stress abbauen. Waldbesitzende unterstützt die SDW auf eigenen Wegen.

Die klinische Wirksamkeit von Waldtherapien muss in Deutschland erst noch bewiesen werden. Dennoch ist unstrittig, dass Wald guttut. Er wirkt positiv auf das vegetative Nervensystem, senkt den Blutdruck und baut Stress ab. In Zukunft sollen diese Wohltaten ihren festen Platz in Therapien gegen physische Probleme und chronische Erkrankungen sowie deren Prävention haben. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) geht einen Schritt voraus: Sie bietet Achtsamkeitspfade für jede Gemeinde an.

Achtsamkeitspfade sind praktisch überall

Um der Behandlung mit Waldtherapien vorzugreifen, bietet die SDW Waldbesuchenden einen Achtsamkeitspfad an, mit dem diese selbständig etwas gegen Stress und für die eigene Entspannung tun können. Auf so einem Pfad lernen Interessierte den Wald mit allen Sinnen kennen – lernen, ihn wahrzunehmen, sich durch Übungen ganz auf den Wald einzulassen und so das Entspannungsgefühl sowie die persönliche Achtsamkeit zu fördern.

Für Menschen, die keinen der zwölf Achtsamkeitspfade der SDW vor Ort haben, sind Audio-Dateien unter www.sdw.de/achtsamkeitspfad verfügbar und einfach auf dem Smartphone abzuspeichern. Diese leiten in jedem beliebigen, ruhigen Waldstück durch mehrere Übungen.

Gemeinden können einen Pfad selbst anlegen

Die Tafeln für Achtsamkeitspfade können von Gemeinden, Kommunen, Vereinen und auch privaten Waldbesitzenden in ganz Deutschland in ihren Wäldern aufgestellt werden. Das nötige Know-How zum Anlegen der Pfade biete nach eigenen Angaben die SDW. Die Tafeln und die eingesprochenen Texte seien so entwickelt, dass sie sich in jedem Waldstück umsetzen lassen. Ruhige, gering frequentierte Waldgebiete sowie Wälder im Umfeld von Krankenhäusern, Rehabilitationseinrichtungen oder Einrichtungen für psychische Erkrankungen seien jedoch besonders geeignet.

Darum bietet die SDW bereits Achtsamkeitspfade an

Zahlreiche Studien zur Wirksamkeit des Waldbesuches und die Erfahrungen in Japan mit über 60 Waldtherapiezentren motivieren Forschende in Deutschland aktuell, in dem Verbundvorhaben „Waldtherapie“ die Wirksamkeit von Klinischen Waldtherapien endgültig nachzuweisen.

Damit wird die Vorrausetzung geschaffen, dass Waldtherapie in Zukunft als präventives Gesundheitskonzept in Deutschland anerkannt wird. Waldtherapie soll dann ein fester Bestandteil der Maßnahmen gegen Stress, mentale Probleme und auch chronische Erkrankungen werden.

Quelle: SDW