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Mitarbeiter am Forschungsprojekt „BodenWasserWald“ sondieren den oberflächennahen Untergrund mittels Georadar.

Den Wasserhaushalt von Waldböden im Blick

Wissenschaftler untersuchen mit dem Forschungsprojekt „BodenWasserWald“ den Bodenwasserhaushalt an verschiedenen Waldstandorten in Unterfranken. Gefördert wird das Projekt von den Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) über den Waldklimafonds. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) koordiniert das Forschungsprojekt.

Mit dem Klimawandel wird sich der Wasserhaushalt heimischer Wälder verändern. Wissenschaftler der Julius-Maximilians-Universität Würzburg untersuchen im Forschungsprojekt „BodenWasserWald“ den Bodenwasserhaushalt an ausgewählten Waldstandorten in Unterfranken. Finanziert wird das Projekt über die Förderrichtlinie Waldklimafonds von BMEL und BMU. Ziel ist ein webbasiertes geographisches Informationssystem (GIS) zur standortgerechten Bodenwassernutzung.

In den vergangenen Jahren führten warme Frühjahrsperioden in Deutschland zu Trockenstress bei Bäumen. Doch regionale und kleinräumige Unterschiede der Bodeneigenschaften sorgten dafür, dass sich auch die Auswirkungen der Trockenheit auf die Waldgesellschaften unterschieden.

Projekt: BodenWasserWald

Wissenschaftler um Professor Christof Kneisel vom Institut für Geographie und Geologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg analysieren diese Zusammenhänge in ihrem Forschungsprojekt „BodenWasserWald“ in Unterfranken. Dazu nutzen sie unterschiedliche Daten zur Charakterisierung der Bodenfeuchte in Abhängigkeit des Bestandsklimas und der am Standort herrschenden Bodeneigenschaften. In dem von BMEL und BMU über den Waldklimafonds geförderten und von der FNR koordinierten Forschungsprojekt wählen die Forscher einen ganzheitlichen Ansatz: Sowohl Vor-Ort-Messungen als auch fernerkundliche und klimatologische Archivdaten sollen herangezogen werden. Die Verknüpfung vieler verschiedener Daten soll es den Forschern ermöglichen, längere Zeiträume zu betrachten.

Am Ende des Projektes wird ein webbasiertes geographisches Informationssystem (GIS) zur Verfügung stehen. Dies ist für eine standortgerechte Bodenwassernutzung hilfreich und erleichtert eine Anpassung der Wälder mit unterschiedlichen Standortbedingungen an den Klimawandel.

 

Waldböden – mehr als nur Wurzelraum für Bäume. Hier geht es zum eigenen Beitrag. 

Sie wollen mehr über den Wasserhaushalt im Wald wissen? Mehr Infos, hier. 

 

Foto: Landsat imagerycourtesy of the U.S. Geological Survey

Diese Abbildung zeigt die starke Fragmentierung der Landschaft um Würzburg (links) und die durchschnittliche Temperatur der Landoberfläche (rechts), wobei die geringere Oberflächentemperatur der Waldflächen deutlich wird.

 

Hintergrund:

Die Förderrichtlinie Waldklimafonds wurde als Bestandteil des Energie- und Klimafonds 2013 gemeinsam von BMEL und BMU aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages aufgelegt. Gefördert werden wald- und landschaftsbauliche Projekte zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel und zur Sicherung der Kohlenstoffspeicherung und Erhöhung der CO2-Bindung von Wäldern. Ebenso Vorhaben zur Erhöhung des Holzproduktspeichers sowie der CO2-Minderung und Substitution durch Holzprodukte, solche zu Forschung und Monitoring sowie Projekte zur Information und Kommunikation. Die FNR ist seit 1993 als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe aktiv. Sie unterstützt seit 01.01.2019 als Projektträger auch Vorhaben der Förderrichtlinie Waldklimafonds.

Quelle: FNR

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