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Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet für den DFWR, dass Pflege und Bewirtschaftung der Wälder im Interesse ihres gesunden, stabilen und leistungsfähigen Zustandes, ihrer Multifunktionalität durch Nutzung, Schutz und Erholung und im Interesse der Landeskultur und des Umweltschutzes erfolgen – in der Gegenwart und in der Zukunft.

Den Wald noch deutlicher fördern!

Im Rahmen des Nationalen Waldgipfels fordert der Deutsche Forstwirtschaftsrat unter anderem ein deutliches Zeichen und finanzielle Unterstützung von Seiten der Bundesregierung aus dem Topf des Klimaschutzpakets. Die Forstwirtschaft habe den Klimawandel nicht verursacht, leide aber darunter. Je länger die notwendigen Aktivitäten hinausgezögert werden, umso teurer werden die notwendigen Maßnahmen.

Das Klimapaket weist auf das enorme Klimaschutzpotenzial durch die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder und der Holzverwendung hin. „Das begrüßen wir ausdrücklich als einen wesentlichen ersten Schritt. Wenn wir die ambitionierten Klimaziele erreichen wollen, braucht es jetzt aber weitere Schritte und Maßnahmen, die dieses Potenzial und damit den Wald noch deutlicher fördern!“, betont Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR). Denn insgesamt bleibt das Klimapaket der Bundesregierung hinter den Möglichkeiten für einen wirksamen und dringend notwendigen Klimaschutz zurück. Umso wesentlicher ist es jetzt eine umfassende und langfristige Finanzierung zum Erhalt des Klimaschutzbeitrages durch den Wald zu erreichen“ betont der DFWR-Präsident. Allein die Anpassung der Wälder an den Klimawandel wird Jahrzehnte in Anspruch nehmen.

Klimakabinett: Wald und Holz schützen das Klima!

Insgesamt umfasst das Klimaschutzpaket allein für die nächsten 4 Jahre rund 54 Mrd. €. Der Deutsche Forstwirtschaftsrat fordert deshalb ein deutliches Zeichen und finanzielle Unterstützung von Seiten der Bundesregierung aus dem Topf des Klimaschutzpakets. Geld aus der CO₂-Bepreisung für den Klimaschützer Wald und seine Bewirtschafter muss grundsätzlich zur Verfügung stehen. Auch im Hinblick auf die Honorierung der vielfältigen Ökosystemleistung. Darüber hinaus muss jetzt auch weitergedacht werden, im Rahmen des Zertifikatehandels den Beitrag des Waldes zur Bindung von CO₂ aktiv zu unterstützen und Anreize für die Anpflanzung und Bewirtschaftung von Wäldern zu setzen.

In Zusammenarbeit mit den Bundesländern gilt es finanzielle Hilfen schnell und unbürokratisch den Waldbesitzenden zur Verfügung zu stellen. „Zwei Millionen Waldbesitzende in Deutschland benötigen jetzt klare Aussagen der öffentlichen Hand, ob sie auf eine entschiedene unbürokratische Unterstützung vertrauen können“, betont Schirmbeck. Besonders die kleinen Privatwaldbesitzer müssen motiviert werden ihre Wälder klima- und standortgerecht wieder aufzuforsten. Schirmbeck: „Bund und Länder müssen die Kosten der Schadholzräumung in nennenswerten Umfang übernehmen bzw. für die Wiederbewaldung zu 100 Prozent tragen.“

Nur mit angepassten Wildbeständen

Gemischte, bunte und klimastabile Wälder sind das Ziel, das wir jedoch nur mit angepassten Wildbeständen erreichen. Die Voraussetzungen dafür sind zu schaffen. „Wir müssen jetzt die Weichen stellen für den Erhalt einer breiten Baumartenpalette und offen sein für klimaresistente Baumarten, auch aus nicht heimischen Herkünften“, so Schirmbeck. Schließlich gilt es das Bauen mit Holz zu fördern, um mit dem nachhaltigen Rohstoff Holz zur langfristigen Bindung von CO₂ beizutragen sowie energieintensive Materialien wie Alu, Stahl und Beton und fossile Brennstoffe klimafreundlich zu ersetzen.

Für eine nachhaltige Zukunft!

Die Forstwirtschaft hat den Klimawandel nicht verursacht, leidet aber darunter. Deshalb muss jetzt gehandelt werden! Je länger wir die dringend notwendigen Aktivitäten hinauszögern, umso teurer werden die notwendigen Maßnahmen. Nachhaltige Waldbewirtschaftung ist Klimaschutz und wesentliche Grundlage für eine nachhaltige Zukunft!

Red./DFWR

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