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Debatte um Mayr-Melnhof Swiss Timber

Die Mayr-Melnhof Holz Gruppe will den größten Sägeindustriebetrieb der Schweiz in Domat/Ems zum integrierten Holzverarbeitungsbetrieb ausbauen. In einem ersten Schritt wird ein Pelletwerk (Kapazität 60000 t) errichtet, die Inbetriebnahme soll 2011 erfolgen. Zwecks ausreichender Rundholzversorgung wird Mayr-Melnhof Swiss Timber den Holzeinschnitt auf 350000 Fm/a reduzieren. Sobald ausreichende und langfristige Liefervereinbarungen mit Rundholzlieferanten aus dem Kanton Graubünden existieren, soll der Einschnitt auf 700000 Fm/a hochgefahren werden. Parallel dazu ist beabsichtigt, das Pelletwerk in einer zweiten Ausbaustufe auf 80000 t auszuweiten. Die Errichtung eines Brettsperrholzwerks (Output 50000 m³) ist für den Zeitrahmen 2012/2013 ge­plant.

Laut Verband Waldwirtschaft Schweiz (WVS) hat das Vorhaben eine heftige Debatte ausgelöst. Die Schließung des Werks in Domat/Ems hätte negative Auswirkungen auf den Holzmarkt in der gesamten Schweiz. Der WVS setzt sich dagegen zur Wehr, dass Mayr-Melnhof Swiss Timber der Waldwirtschaft den Sündenbock zuschiebt, indem sie die Holzbeschaffung für Kurzarbeit und Einschichtbetrieb hauptverantwortlich macht. Eine wichtige Rolle spielen die schwierige Lage auf den internationalen Absatzmärkten sowie der offensichtliche Bedarf nach Kostensenkung bei Mayr-Melnhof Swiss Timber. Interessant für die Waldeigentümer ist die in Aussicht gestellte Schaffung eines Anreizsystems für langfristige Lieferverträge. Wenig Verständnis hat der WVS jedoch, wenn dadurch außerkantonale Schweizer Holzlieferanten schlechter gestellt würden.

Mayr-Melnhof Holz/WVS  

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