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DBU stellt Jahresbericht 2011 vor

DBU stellt Jahresbericht 2011 vor

Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), stellte am 12. Juli den Jahresbericht 2011 der größten Umweltstiftung der Welt vor. Danach gingen in 2011 bei der DBU insgesamt 895 Anträge und Projektskizzen ein (2010: 1.031). Bewilligt wurden 284 Vorhaben mit rund 47,1 Millionen Euro (2010: 263 Vorhaben mit 46,6 Millionen Euro). Damit hat die Stiftung seit Aufnahme ihrer Fördertätigkeit im März 1991 bis Ende 2011 insgesamt 1,4 Milliarden Euro an Fördermitteln bewilligt und damit mehr Geld in den innovativen Umweltschutz investiert als sie seinerzeit als Stiftungskapital erhalten hatte (1,288 Milliarden Euro).
Das finanzielle Jahresergebnis habe die DBU 2011 auf 100,5 Millionen Euro steigern (2010: 97,6 Millionen Euro) können, erläuterte DBU-Finanzchef Michael Dittrich. Die Bilanzsumme stieg auf 2,046 Milliarden Euro (2010: 1,986 Milliarden Euro) und liegt damit erstmals über zwei Milliarden Euro. Dem Stiftungskapital seien 50 Millionen Euro als Rücklage zugeführt worden. Es betrage aktuell 1,939 Milliarden Euro und sei damit auch im Realwert, also unter Berücksichtigung der Inflation seit 1991, wieder vollständig erhalten. Durch die anhaltend niedrigen Zinsen werde das Umfeld für Stiftungen allerdings zunehmend schwieriger: „Aktuell ist es bei der Wiederanlage bereits ein Problem, Zinsen in Höhe der Inflationsrate von circa zwei Prozent zu erzielen. Daneben muss aber auch noch eine Ausschüttung erwirtschaftet werden. Das ist derzeit nur möglich, weil das Stiftungskapital sehr breit gestreut investiert ist und Anlagen aus früheren Jahren mit höheren Zinssätzen das Ergebnis stützen“, erklärte Dittrich.
2011 wurde ein besonderes Augenmerk auf die, so Brickwedde: „ökologische Mehrzweckwaffe Holz“ gelegt.  „Ob als Baumaterial mit Zukunft, nachhaltiger Energieträger, Klimaschützer oder Bildungsbote gerade für Kinder und Jugendliche – Holz und seine Möglichkeiten sind nahezu unendlich“, erläuterte der DBU-Generalsekretär. Er lobte die Vorzüge von Holz, das mit Sonnenenergie wachse, Schadstoffe binde und quasi vor der Haustür parat stehe. Beim Verbrennen werde nur so viel Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, wie auch beim natürlichen Zersetzen im Wald entstehe. Heizen mit Holz könne deshalb den CO2-Ausstoß massiv senken und so einen wesentlichen Beitrag für den Klimaschutz leisten. Auch als Lernort eigne sich der Wald hervorragend.
Das massive Interesse der DBU am Schutz des Waldes als nationales Naturerbe manifestiere sich auch in der Gründung der DBU-Naturerbe GmbH als gemeinnützige „Tochter“ der DBU. Von deren insgesamt zurzeit rund 46.000 Hektar seien rund 35.000 Hektar Wald. Neben einem dynamischen Naturschutz gehe es auch um die Förderung des Naturbewusstseins. Nicht von ungefähr errichtet die DBU zurzeit durch die Erlebnis Akademie (Bad Kötzting) in Prora auf Rügen einen Baumkronenlehrpfad und baut ein Umweltinformationszentrum mit Ausstellung mit einem Investitionsvolumen von rund 13,5 Millionen Euro.       
 
Der Jahresbericht kann kostenlos bei der DBU bestellt werden: An der Bornau 2, 49090 Osnabrück, Telefon 0541/9633-0, Fax 0541/9633-190, E-Mail info@dbu.de.
 
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