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DBU soll weitere Flächen im „Nationalen Naturerbe“ erhalten

DBU soll weitere Flächen im „Nationalen Naturerbe“ erhalten

„Die dritte Übertragungswelle im Nationalen Naturerbe ist ein Meilenstein für den deutschen Naturschutz. Ich freue mich, dass der Haushaltsausschuss des Bundestages der DBU das Vertrauen ausspricht und wir die Chance erhalten, zusätzlich rund 10.500 Hektar für die Zukunft zu bewahren.“
Mit diesen Worten kommentiert Dr. Heinrich Bottermann, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und Geschäftsführer der gemeinnützigen DBU Naturerbe GmbH, den Beschluss des Gremiums am 13.1.2016.
Angebot
Im Juni 2015 hatte Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks bekannt gegeben, dass weitere 31.055 ha ehemals militärisch genutzter Liegenschaften als „Nationales Naturerbe“ möglichst an interessierte Länder, Umweltverbände und -stiftungen übertragen werden sollen. Der Bund bietet nun der DBU-Tochter entsprechend weitere 23 Flächen an. Bislang trägt die DBU die Verantwortung für 47 Flächen des Nationalen Naturerbes mit insgesamt rund 60.000 ha.
Mit neun Flächen liegen die meisten Liegenschaften in Nordrhein-Westfalen. Fünf ehemalige Standortübungsplätze gehören zu Niedersachsen, drei zu Thüringen, und jeweils zwei zu Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz. Mit rund 1.923 ha ist der Stegskopf in den Landkreisen Altenkirchen und Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz die größte ehemals militärisch genutzte Liegenschaft in der Flächenkulisse. Mit nur 60 ha stellt Landsberg-Dornstetten im Landkreis Schweinfurt in Bayern die kleinste Fläche dar.
Ziel
Gemeinsam mit Vertretern der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und den oberen Naturschutzbehörden der Länder wird sich die DBU-Tochter schnellstmöglich einen Überblick über die ehemaligen Standortübungsplätze der sog. dritten Tranche verschaffen. Neben dem Naturschatz werden beispielsweise militärischen Altlasten geprüft, um nach der Bereisung für jede Fläche Leitbilder zu erarbeiten. Im Anschluss entscheidet das DBU-Kuratorium konkret, welche Flächen die Stiftungstochter übernimmt. Zudem müsse der für die Altflächen bestehende Rahmenvertrag mit der BImA erweitert werden.
Auf den DBU-Naturerbeflächen sollen offene Lebensräume mit seltenen Arten durch Pflege bewahrt, Wälder möglichst ohne menschlichen Eingriff ihrer natürlichen Entwicklung überlassen, artenarme Forste zu naturnahen Wäldern umgewandelt und Feuchtgebiete sowie Gewässer ökologisch aufgewertet oder erhalten werden. Damit leistet de DBU-Tochter einen Beitrag, um die Ziele der „Nationalen Strategie für biologischen Vielfalt“ zu erreichen. So sollen beispielsweise 5 % der deutschen Waldfläche einer natürlichen Entwicklung überlassen werden.
Hintergrund
 
Im Koalitionsvertrag hatten die Regierungsparteien 2005 festgelegt, dass die Bewahrung des Nationalen Naturerbes eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe höchsten Ranges sei, bei der die öffentliche Hand vorbildlich voranzugehen habe. Die Bundesregierung wolle deshalb die im Eigentum des Bundes befindlichen hochwertigen Naturschutzflächen langfristig für den Naturschutz sichern.
Gesamtstaatlich repräsentative Naturschutzflächen des Bundes einschließlich der Flächen des „Grünen Bandes“ sollten in einer Größenordnung von bis zu 125.000 ha unentgeltlich in eine Bundesstiftung – vorzugsweise die DBU – eingebracht oder an die Länder übertragen werden. 2008 waren 33 Flächen mit 46.000 ha im Zuge eines ersten Rahmenvertrages der DBU Naturerbe GmbH, einer gemeinnützigen Tochter der DBU, zugeschrieben worden, im Mai 2013 weitere 14 Flächen mit rund 14.000 ha. Im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien 2013 wurde geregelt, dass zusätzliche rund 31.055 ha Naturschutzflächen gesichert werden sollen, von denen nun wieder 23 mit rund 10.500 ha der DBU angeboten werden.
DBU

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