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DBU: Biomasse verbrennt nahezu klimaneutral

DBU: Biomasse verbrennt nahezu klimaneutral

Es ist sinnvoll, das Haus mit Holzpellets zu heizen. Das sagt Andreas Skrypietz, Leiter der Klimaschutz- und Informationskampagne „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Denn: Holzpellets sind deutlich günstiger als Heizöl oder Gas. In ihrer Serie „Heiße Technik – Die richtige Heizung fürs Haus“ informiert die Kampagne über Möglichkeiten, den eigenen Wänden wirkungsvoll und energiesparend einzuheizen. Wichtig sei, bei der Neuanschaffung einer Pelletheizung auf emissionsarme Anlagen zu achten.
Beim Kauf eines Pelletkessels auf Zertifikat achten
Die Entwicklung solcher emissionsarmer Anlagen hat die DBU in mehreren Projekten unterstützt. Denn: „Hinsichtlich der Feinstaubemissionen stehen Pelletheizungen schlechter da als Gas- und Ölheizungen, was in Gebieten mit ohnehin schon hoher Feinstaubbelastung problematisch sein kann“, sagt Skrypietz. In städtischen Randgebieten und ländlichen Regionen sei der Einsatz von Pelletheizungen jedoch weniger bedenklich. Aber auch hier gelte: Grundsätzlich ist es beim Kauf eines Pelletkessels ratsam, auf ein Zertifikat wie den „Blauen Engel“ zu achten, mit dem emissionsarme Anlagen ausgezeichnet werden.
Wer mit Holz heize, könne dies auch gut mit der Nutzung der Sonnenkraft verbinden, etwa wenn sich Hausbesitzer für eine Solarthermieanlage entschieden, die die Warmwasserversorgung und Heizung unterstütze. Dann heize vor allem in der Übergangszeit die Sonne kräftig mit. Ebenfalls ein Plus fürs Klima: „Holzpellets sind im Prinzip klimaneutral, weil das beim Verbrennen frei gewordene klimaschädliche Kohlendioxid zuvor von den Pflanzen aufgenommen wurde“, so Skrypietz.
Pellets günstiger und ökologisch
Bundesweit waren laut dem Deutschen Pelletinstitut 2013 mehr als 320.000 Pelletkessel und -öfen im Einsatz. Diese Zahl wird weiter steigen, so die Prognose von Skrypietz. Nicht nur, weil Holz ein nachwachsender Rohstoff sei und damit immer verfügbar, sondern weil sich momentan die Investition auch finanziell lohne: 6 t Holzpellets kosten etwa 1.600 €. Der Heizwert dieser Menge Pellets entspreche dem von rund 33.500 kWh Gas. Bei der aktuellen Preislage gebe eine drei- bis vierköpfige Familie rund 2.250 € für Gas aus. Nutze sie Pellets, spare sie also rund 650 € pro Jahr.
Neben dem günstigeren Verbrauch seien die gepressten Sägemehlstifte eine bequeme Art, ökologisch zu heizen, weil sie sauber und ohne große Umstände gelagert werden könnten. Selbst bei großen Anlagen müsse die Asche nur bis zu drei Mal im Jahr entsorgt werden, am besten als Dünger im Garten. Das Befüllen des Ofens laufe in der Regel vollautomatisch ab.
„Klimaschutzheizung“ und Geld vom Staat
Entscheiden sich Hausbesitzer für eine solche „Klimaschutzheizung“, können sie dafür Geld vom Staat beantragen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet spezielle Fördermittel für Pelletkessel: Anlagen, die zwischen 5 und 100 kW Leistung liefern, werden mit bis zu 2.900 € gefördert. In Verbindung mit anderen Bonussystemen kann die Förderhöhe sogar weiter steigen.
Wann sich die Investition in eine Pelletheizung insbesondere auch wirtschaftlich lohnt, kann beispielsweise im Rahmen einer Energieberatung ein qualifizierter Energieberater sagen.
DBU

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