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Das Wahl(kampf)jahr hat begonnen

Das Wahl(kampf)jahr hat begonnen

Bis zum 1. April 2016 müssen die ausstehenden BG-Beiträge gezahlt werden, sonst …

Am 31. Mai 2017 findet die Sozialwahl statt. Zum ersten Mal seit Zusammenlegung der Landesträger wird auch die Vertreterversammlung der Sozialversicherung Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) neu und zentral gewählt. „Wer sich nicht beteiligt, darf nicht meckern“, sagte Alexander Zeihe, Hauptgeschäftsführer der AGDW – Die Waldeigentümer. Dieser demokratische Grundsatz gelte auch für die Sozialwahl 2017. „Die AGDW möchte durch die aktive Teilnahme an den Sozialwahlen die Selbstverwaltung unterstützen und das Ehrenamt stärken. Nur so kann Vertrauen geschaffen werden!“
Was bedeutet das für den einzelnen versicherten Waldeigentümer?
Die SVLFG wird, wie zum Beispiel die Deutsche Rentenversicherung, durch gewählte ehrenamtliche Vertreter verwaltet. Sie bilden, neben der operativen Geschäftsführung, den Hauptentscheidungsträger im Rahmen der sozialen Selbstverwaltung. Auf Grundlage der Idee, dass Betroffene ihre Angelegenheiten selbst in die Hand nehmen sollen, können nur Versicherte des einzelnen Trägers auch ihre Vertreter wählen.
Sowohl mit der Wahl als auch den eingerichteten Selbstverwaltungsgremien sollen die einzelnen Versicherungsträger unabhängiger von politischen Entscheidungen ihre Versicherten versorgen können. Meist wird aus den Reihen der gewählten Aufsichtsräte und Vertreterversammlungen im Anschluss an die konstituierende Sitzung der Vorstand des Versicherungsträgers gewählt. Beide Organe nehmen maßgeblich Einfluss auf die Satzungsleistungen und die Beitragsgestaltung.
Die SVLFG wählt – zum ersten Mal auf Bundesebene – neben vielen anderen Versicherungsträgern am 31. Mai 2017 ihre Vertreterversammlung neu. Diese wird aus 60 Vertretern der drei versicherten Gruppen Arbeitnehmer (20 Sitze), Selbstständige ohne feste Angestellte (SoFA, 20 Sitze) und Arbeitgeber (20 Sitze) bestehen. Die genannten Gruppen wählen dabei getrennt voneinander nach einzelnen Vorschlagslisten. Hier sind die Verbände auf die aktive Mitarbeit ihrer Mitglieder angewiesen.
Interessenten finden, Listen erstellen, Unterstützerunterschriften sammeln
Die AGDW plant an der kommenden Wahl mit mindestens zwei Bundesvorschlagslisten (Arbeitgeber und SoFA) teilzunehmen, um den Waldeigentümern in der nächsten Vertreterversammlung eine starke Stimme zu verleihen. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass die versicherten Mitglieder nächstes Jahr ihre Stimme abgeben, und dass sich Freiwillige finden, die sich ehrenamtlich – als Listenkandidaten – in ihrer Gruppe zur Wahl stellen. Jeder Versicherte hat zwar grundsätzlich das Recht, sich auch autonom zur Wahl zu stellen. Doch ist der Grad der verfahrenstechnischen Formalisierung derart hoch, dass allein die Zulassung zur Wahl eine fast unüberwindbare Hürde darstellt.
Für alle Interessenten aber gilt: Bis zum 1. April 2016 müssen die ausstehenden BG-Beiträge gezahlt werden, sonst erlischt das Recht, an der Wahl teilzunehmen. Ein enger (Wahl-) Kalender gibt die wichtigsten Termine vor. Mit Spannung wird dabei die Wahlausschreibung der SVLFG zu Beginn des Aprils als erste große Weichenstellung erwartet. Im Anschluss beginnt dann die heiße Phase der Sozialwahl 2017. Dazu zählt: Interessenten finden, Listen erstellen, Unterstützerunterschriften sammeln und die Mitglieder über ihre Rechte und Pflichten vor Ort informieren. Zeihe: „Das Programm ist eng gestrickt. Doch es geht um die große Chance, das Gewicht in Richtung der vielen Waldeigentümer zu verlagern.“
AGDW – Die Waldeigentümer

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