ForstBranche

Das sind die beliebtesten Weihnachtsbäume

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Jedes Jahr stellen sich die Menschen dieselbe Frage: Welcher Weihnachtsbaum kommt diesen Winter in die gute Stube? Dabei ist die Auswahl gar nicht so schwer.

Laut dem Verband natürlicher Weihnachtsbaum e.V. sind es fünf Baumarten, die die Europäer besonders häufig nachfragen. Dabei ist die Nummer Eins sogar mit großem Abstand zu den anderen Bäumen an der Spitze der beliebtesten Weihnachtsbäume.

Nummer 1: Die Nordmanntanne

80 % der Käufer entscheiden sich für sie: Aber warum ist die Nordmanntanne der mit Abstand populärste Weihnachtsbaum? Benedikt Schneebecke, Vorsitzender des Verbands natürlicher Weihnachtsbaum e.V. nennt mehrere Gründe: „Die Nordmanntanne wächst sehr gerade und gleichmäßig, wie aus dem Bilderbuch. Zudem kann sie bereits ab der Adventszeit für mehrere Wochen im Wohnzimmer stehen und verliert dabei kaum Nadeln.“ Die robust gewachsenen Zweige der Nordmanntanne können auch schweren Baumschmuck tragen.

Die Heimat der Nordmanntannen sind die Berge des Großen und Kleinen Kaukasus. Sie verdankt trotz ihrer wahren Herkunft ihren „nordischen“ Namen dem finnischen Biologen Alexander von Nordmann (1803–1866), der sie auf einer Forschungsreise „wiederentdeckte“. Die hier verkauften Bäume stammen aus europäischen Weihnachtsbaumkulturen – ihre Samen kommen jedoch größtenteils aus dem Kaukasus.

Nummer 2: Die Blaufichte

Mit 10 % liegt die Blaufichte schon mit großem Abstand auf dem zweiten Platz. Ihre Heimat sind die Gebirge der südwestlichen USA und des nördlichen Mexikos. Der immergrüne Nadelbaum hat eine regelmäßige und kegelförmige Krone mit dichten, waagerecht abstehenden Ästen. Ihre Nadeln sind in der freien Natur zwei bis drei Zentimeter lang, vierkantig, mattglänzend und dunkelgrün bis bläulichgrün. Bei den Kultursorten ist die Farbe aber zumeist blaugrün oder blauweiß schimmernd. Auch sie sind lange haltbar. Für Tierfreunde ist sie ideal, da ihre harten Nadeln verhindern, dass die Hauskatze den Baum als Klettergerüst verwendet.

Nummer 3: Die Rotfichte

Die Rotfichte wird auch Rottanne oder Gemeine Fichte genannt. Sie ist die typische Baumart der höheren Bergwälder Mittel-, Nord- und Osteuropas. Der Stamm ist mit einer braunen, schuppigen Borke bedeckt. Die vierkantigen, mittel- bis dunkelgrünen Nadeln haben einen rautenförmigen Durchschnitt und sitzen auf Baumpolstern auf, weshalb sich ein Zweig ohne Nadeln rau anfühlt. Sie ist sehr beliebt für die Außendekoration.

Nummer 4: Die Edeltanne oder Nobilistanne

Die Heimat der Pazifischen Edeltanne oder Nobilis-Tanne ist der äußerste Westen Nordamerikas. Während der Stamm kerzengerade ist, sind die Äste leicht unregelmäßig angeordnet. Die samtweichen Nadeln zeigen einen prachtvollen bläulichgrünen Schimmer und stehen bürstenförmig nach oben. Der Abstand zwischen den Astkränzen ist größer als bei der Nordmanntanne oder der Blaufichte, was ihr ein etagenförmiges Aussehen verleiht. Dank ihres intensiven Dufts und der langen Haltbarkeit ist sie bei Kennern beliebt. Die Zweige der Edeltanne eignen sich besonders gut für Adventskränze.

Nummer 5: Die Schwarzkiefer

Die Schwarzkiefer ist ursprünglich nur in den Mittelmeerländern von Portugal im Westen bis in die Türkei im Osten beheimatet. Mit ihren langen Nadeln ist sie ein wahrer Hingucker und verträgt dank ihrer Herkunft auch warme Raumluft. Somit ist sie im weihnachtlichen Wohnzimmer sehr gut und lange haltbar und verliert dabei keine Nadeln. Es handelt sich wegen ihrer sehr langen Nadeln und den weit ausladenden Ästen um einen wahren Liebhaberbaum, der sich aufgrund dieser Eigenschaften ideal für die Anbringung von Holz- und anderem schweren Weihnachtsschmuck eignet.

Quelle: VNWB