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148 geladene Gäste beim KWF
148 geladene Gäste reisten zum 60-jährigen Jubiläum des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik nach Groß-Umstadt, Südhessen.

Das KWF feiert 60jähriges Bestehen

15. September 2023
Am 31. August 2023 fand in der Stadthalle von Groß-Umstadt ein Festakt zum 60-jährigen Bestehen des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik e. V. (KWF) statt.
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v.l.n.r. Carsten Wilke (HMUKLV), Dr. Axel Heider (BMEL), Dr. Heinz-Werner Streletzki (Vorstandsvorsitzender KWF), Georg Schirmbeck (DFWR), Vera Butterweck-Kruse (DFUV, Vorstandsmitglied KWF), Dr. Maurice Strunk (DFUV), Dr. Jürgen Munz (Komatsu Forest, Firmenbeirat KWF), Dr. Brigitte Schmid-Vielgut (forestline, Mitgliedervertretung KWF), Prof. Dr. Dirk Jaeger (Georg-August-Universität Göttingen), Jürgen Kaufmann (Erster Kreisbeigeordneter Schwalm-Eder-Kreis)
v.l.n.r. Carsten Wilke (HMUKLV), Dr. Axel Heider (BMEL), Dr. Heinz-Werner Streletzki (Vorstandsvorsitzender KWF), Georg Schirmbeck (DFWR), Vera Butterweck-Kruse (DFUV, Vorstandsmitglied KWF), Dr. Maurice Strunk (DFUV), Dr. Jürgen Munz (Komatsu Forest, Firmenbeirat KWF), Dr. Brigitte Schmid-Vielgut (forestline, Mitgliedervertretung KWF), Prof. Dr. Dirk Jaeger (Georg-August-Universität Göttingen), Jürgen Kaufmann (Erster Kreisbeigeordneter Schwalm-Eder-Kreis)
148 geladene Gäste reisten zu diesem Anlass nach Südhessen. Zu den Rednern gehörten unter anderem Ministerialdirigent Dr. Axel Heider vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Ministerialdirigent Dr. Jens Jacob für die Forstchefkonferenz, Georg Schirmbeck, Präsident des deutschen Forstwirtschaftsrates, Ministerialdirigent Carsten Wilke vom hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) sowie Dr. Maurice Strunk vom deutschen Forstunternehmerverband (DFUV). Prof. Dr. Dirk Jaeger von der Georg-August-Universität Göttingen hielt die Festrede. Im Anschluss bot sich den Gästen die Möglichkeit, am Tag der offenen Tür im KWF teilzunehmen, um aktuelle Einblicke in die tägliche Arbeit des KWF zu erhalten.

In seiner Eröffnungsrede sprach Dr. Heinz-Werner Streletzki, Vorstandsvorsitzender des KWF, den anwesenden Gästen seinen Dank für die Unterstützung und Wertschätzung aus. Als einzigartige Institution gehe das KWF Aufgaben wie „die bundesweite Bearbeitung von praxisbezogenen forsttechnischen Aufgabenstellungen, sowohl angewandt-wissenschaftlicher, als auch technisch-praktischer Art“ an. Es entwickle sich seit seiner Gründung stetig weiter und setze heute „Benchmarks, die den Stand der Technik und Trends der Technikentwicklung beschreiben.“

Auch Dr. Axel Heider stellte in seiner Rede die Einzigartigkeit des KWF heraus. Es sei eine beispielhafte Gemeinschaftsleistung von Bund und Ländern, dass das KWF als Kompetenzzentrum so auf Bundes- und Europaebene agieren könne. Die Verantwortlichen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KWF könnten stolz auf das Geleistete zurückblicken. Der Blick in die Zukunft beinhalte Herausforderungen, die es zu meistern gelte, aber auch Chancen um nachhaltige Forstwirtschaft entscheidend voran zu bringen. Dies sei mit dem KWF bisher gelungen.

Gleiche Besoldung für Förster wie für Lehrer

Bekannt markige Worte fand Georg Schirmbeck, der unter anderem die gleiche Besoldung für Försterinnen und Förster wie für Lehrerinnen und Lehrer forderte. „Wir müssen selbstbewusst in der Forstbranche auftreten. Dazu gehört auch, dass die Försterinnen und Förster sowie Waldarbeiterinnen und Waldarbeiter angemessen besoldet werden. Das KWF liefert die wissenschaftliche und praxisnahe Basis sowie Expertise für unsere Arbeit im Wald.“ Offene Kritik äußerte Schirmbeck an der Besoldung der Stelle des geschäftsführenden Direktors des KWF. Hier müssten Mittel und Wege gefunden werden, eine der Bedeutung des Amts entsprechende Besoldung zu ermöglichen.

Einig waren sich auch alle Redner, dass für eine Organisation wie das KWF 60 Jahre kein Alter sind, um an Ruhestand zu denken. Auch in Zukunft gibt es noch mehr als genug Themen, die von dieser bearbeitet und vorangetrieben werden müssten.

Geschichte und Zukunft

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Am Nachmittag konnte man sich auf einem Tag der offenen Tür die Arbeit des KWF anschauen – in diesem Fall vom Prüfstand für Sicherheitsbekleidung.
Am Nachmittag konnte man sich auf einem Tag der offenen Tür die Arbeit des KWF anschauen – in diesem Fall vom Prüfstand für Sicherheitsbekleidung.

Das KWF wurde am 2. November 1962 in Frankfurt durch den Zusammenschluss der Technischen Zentralstelle der Deutschen Forstwirtschaft (TZF) und der Gesellschaft für forstliche Arbeitswissenschaft (GEFFA) gegründet und nahm im Jahr 1963 seine Arbeit auf. Der Gründung vorangegangen war der dringende Appell nach Veränderung in der Waldarbeit, um die Sicherheit der Menschen im Wesentlichen verbessern zu können.

Zu der Jubiläumsveranstaltung waren auch viele ehemalige Mitarbeiter gekommen. So auch Gerd Janßen, Vorsitzender des KWF von 1996 bis 2004 und der ehemalige Dr. Klaus Dummel, der bis zum Jahr 2007 26 Jahre lang als geschäftsführender Direktor die Geschicke des KWF geleitet hatte. Auch Dietmar Ruppert, Dr. Reiner Hofman und viele andere ehemalige ließen es sich nicht entgehen, an diesem Tag in Groß-Umstadt dabei zu sein. Ebenfalls viele andere Weggefährten aus der Forstbranche kamen nach Groß-Umstadt, um gemeinsame Erinnerungen zu Teilen aber auch, um in die Zukunft zu blicken.

KWF-Tagung 2024

Als nächstes großes Ziel steht die KWF-Tagung in Schwarzenborn (Hessen) an. Bereits seit 1964 gibt es dieses Format regelmäßig an verschiedenen Orten Deutschlands. Ursprünglich war die 18. KWF-Tagung für 2020 geplant musste wegen Corona aber mehrfachverschoben werden. Zu dem forstlichen Großereignis vom 19. bis 22. Juni 2024 werden wieder rund 50.000 Besucher aus der Forstbranche erwartet. Damit zählt die KWF-Tagung zu den größten forstlichen Veranstaltungen der Welt überhaupt.

Als nächstes großes Ziel steht die KWF-Tagung in Schwarzenborn (Hessen) an. Zu dem forstlichen Großereignis vom 19. bis 22. Juni 2024 werden wieder rund 50.000 Besucher aus der Forstbranche erwartet.
Mit Material vom KWF und DFWR
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