20.03.2017Forstpolitik | Forstpolitik | Politik und Gesellschaft

Das Juwel im Schweizer Wald

Dem Internationalen Tag des Waldes am 21. März widmet sich der Verband WaldSchweiz.

Waldbesitzer sorgen mit einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung dafür, dass die Wälder ihre Leistungen erbringen. Damit das so bleibt, sind sie auf die Erlöse aus dem Holzverkauf angewiesen.
Foto: Amt für Wald beider Basel/LIGNUM
Etwa 535 Mio. Bäume stehen im Schweizer Wald. Pro Einwohnerin oder Einwohner ergibt das 66 Waldbäume.
 
Alle drei Sekunden wächst 1 m³ Holz nach, was einem Würfel mit 1 m Kantenlänge entspricht. Jährlich nehmen die Waldbäume also um etwa 10 Mio. m³ zu und binden damit rund 2,2 Mio. t CO2 als Kohlenstoff.
  
Mit der Holzernte sorgen die Waldbesitzer für lichtere Wälder, in denen junge und fitte Bäume laufend nachwachsen.
 
Wertschöpfung in der Region
 
Das geerntete Holz wird nach traditionellem Handwerk sowie modernen Techniken zu qualitativ hochstehenden Produkten weiter verarbeitet und das Kohlendioxid bleibt auf lange Zeit im verbauten Holz gebunden. Holzfachleute wie Säger, Zimmerer und Schreiner sind bestens qualifiziert im Umgang mit dem faszinierenden Rohstoff. Dank handwerklicher Perfektion entstehen Tische, Stühle oder Häuser und Brücken, deren Wertschöpfung in der Region verbleibt und damit Arbeitsplätze sichert.
 
Schweizer Holz ist nicht nur Baustoff, sondern auch erneuerbarer Energieträger. Die Wärme aus unseren Wäldern unterstützt den Ersatz fossiler Energien und damit den Umbruch in der schweizerischen Energiestrategie. Von 100 in Holzenergie investierten Franken bleiben übrigens nahezu 100 Franken in der Schweiz. Auch der Energieträger Holz wird dezentral gewonnen, spart Transportkosten, erhöht die Versorgungssicherheit und bietet regionale ökonomische und ökologische Unterstützung.
 
Strenge Waldgesetze seit 1876
 
Selbstverständlich steht auch der Rohstoff Holz nicht unbegrenzt zur Verfügung. Nach einer Phase der Plünderung der europäischen Wälder im 18. Jahrhundert entstand in der Schweiz 1876 das erste strenge Waldgesetz, dank welchem auch heute noch nur so viel Holz geerntet wird wie nachwächst. Die Waldfläche – ein Drittel der Landesfläche – ist rigoros geschützt und die Holzvorräte nehmen in manchen Gebieten sogar zu.
 
Der naturnahe Waldbau erfüllt seit Jahrzehnten höchste ökologische Anforderungen. Schweizer Wälder beherbergen heute über einen Drittel aller heimischen Tier- und Pflanzenarten und gleichzeitig bieten sie den Menschen wertvolle Erholungsgebiete.
 
Auf das Herkunftszeichen Schweizer Holz achten
 
Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer sorgen dafür, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Allerdings sind sie auf die Erlöse aus dem Verkauf ihres Holzes angewiesen. Diese Haupteinnahmequelle sprudelt immer wie weniger, wird das Schweizer Holz doch durch günstige Halb- und Fertigholzprodukte aus dem Ausland stark bedrängt. Wenn Konsumenten den Schweizer Wald und eine regionale Produktion unterstützen wollen, sollten sie auf das Herkunftszeichen Schweizer Holz achten.
 
Alles Holz, das in der Schweiz gewachsen und verarbeitet ist, darf das Herkunftszeichen Schweizer Holz tragen. Ist ein Produkt aus verschiedenen Hölzern zusammengesetzt, müssen mindestens 80 % des Holzes aus der Schweiz stammen. Die übrigen 20 % müssen aus Ländern oder Regionen mit vergleichbaren Produktionsbedingungen kommen. Das Herkunftszeichen wird in der ganzen Holz-Kette eingesetzt.
 
Hölzige Schweizer Zahlen
 
•  Der gesamte Holzvorrat im Schweizer Wald beträgt etwa 427 Mio. m³.

•  Der Schweizer Holzverbrauch liegt insgesamt bei etwa 11,0 Mio. m³. Er wird gedeckt durch die Holzernte im Schweizer Wald, die Differenz zwischen Import und Export von Holz und Holzwaren sowie durch Flurholz, Holzkohle als auch recyceltes Altholz und Altpapier.
 
•  Dabei entfallen etwa 51 % (etwa 5,7 Mio. m³) des Verbrauchs auf die energetische Nutzung; rund 24 % (2,7 Mio. m³) werden für Produkte aus Massivholz und zu Holzwerkstoffen eingesetzt; weitere 22 % (2, 3 Mio. m³) finden Verwendung in der Papier- und Kartonindustrie; die restlichen 3 % (etwa 317.000 m³) werden anderweitig gebraucht oder sind als Verluste verbucht.
 
•  Die Schweiz importiert fast 5,8 Mio. m³ Holz und Holzwaren und exportiert rund 4.4 Mio. m³.

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Ist das Überlassen der Entscheidung über den ausscheidenden Bestand in Fichtenreinbeständen an den Harvesterfahrer eine wirtschaftlich und waldbaulich sinnvolle Alternative zum Forstpersonal? Im Rahmen einer Bachelorarbeit an der HAWK Göttingen werden hierzu zwei Online-Umfragen durchgeführt. Zum einen werden Forstbetriebe, zum anderen Harvesterunternehmen befragt.

Umfragelink zur Online-Umfrage an die Forstbetriebe:
https://www.umfrageonline.com/s/f5bbaae

Umfragelink zur Online-Umfrage an Harvesterunternehmen:
https://www.umfrageonline.com/s/f81d23f

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