Blickfang des Branchenstandes war der Forwarder von John Deere. Davor v.l.: Johannes Schmitt (DFWR), Hans-Werner Streletzki (KWF), Georg Schirmbeck (DFWR), Vera Butterweck-Kruse (DFUV) und Dr. Michael Sachse (DFUV)
Blickfang des Branchenstandes war der Forwarder von John Deere. Davor v.l.: Johannes Schmitt (DFWR), Hans-Werner Streletzki (KWF), Georg Schirmbeck (DFWR), Vera Butterweck-Kruse (DFUV) und Dr. Michael Sachse (DFUV)
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Das Davos der Grünen Branche

23. Januar 2023
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) hat auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin wieder einen Stand für die deutsche Forstwirtschaft organisiert. Blickfang ist noch bis zum 29. Januar eine ausgewachsene Forstmaschine der Marke John Deere.

 „Die Grüne Woche ist ein zentrales Ereignis, dass der Forstbranche die Gelegenheit bietet, ihre Lösungskonzepte und das Engagement für die Zukunft der Wälder nach außen zu tragen“, sagte DFWR-Präsident Georg Schirmbeck im Vorfeld der Messe. Besonders in Zeiten des Klimawandels sei es wichtig, einer breiten Öffentlichkeit einen einfachen Zugang zu Themen des Waldes zu ermöglichen und Verständnis für die Waldbewirtschaftung zu erzielen.

Zentrale Waldarena

Zentrales Element des rund 500 m2 großen Messeauftritts ist die Waldarena mit Projektions- und Informationsflächen. Im „Murmelbahn-Haus“ erfahren Besucher interaktiv, wie das komplexe Ökosystem Wald funktioniert. VR-Brillen ermöglichen, virtuell in die Rolle eines Försters zu schlüpfen.

Eine ausgewachsene Forstmaschine

Der Blickfang des Standes ist aber ohne Zweifel die Forstmaschine, die der Deutsche Forstunternehmer-Verband (DFUV) organisiert hat. Die Firma Forex stellte einen waschechten Forwarder John Deere 1210G zur Verfügung, und Wahlers Forsttechnik brachte darüber hinaus einen Harvestersimulator mit.

Vorurteile in der Öffentlichkeit abbauen

"Die Forstwirtschaft nutzt die Messe zunehmend als Plattform. Sie erreicht nicht nur zehntausende Bürgerinnen und Bürger, darunter viele Schulklassen und Bustouristen aus ganz Deutschland, vor allem die hohe Dichte an Fachpolitikern der Bundesebene, aber auch aus den Bundesländern, macht die Veranstaltung auch für den Deutschen Forstuntrernehmer-Verband interessant", begründet DFUV-Geschäftsführer Dr. Maurice Strunk das Engagement der Forstunternehmer.

Die Grüne Woche ermögliche es einerseits, die breite Öffentlichkeit für die positiven Effekte der Forstwirtschaft zu sensibilisieren bzw. Vorbehalte abzubauen.

Fachpolitiker in große Masse

Andererseits gäbe es kaum ein andere andere Veranstaltung, auf der man derart viele Gespräche in kurzer Zeit mit Vertretern der forstlichen Verwaltungen, Institutionen und der Politik führen könne.

Für die Politik ist die Messe eine Pflichtveranstaltung und wegen der verschiedenen Ländertage auf der Messe nutzen zahlreiche Abgeordnete die Grüne Woche auch für einen Besuch des „Branchenauftritts der Forstwirtschaft“ in Halle 27. Selbst Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özedemir und Franziska Giffey, die Regierende Bürgermeisterin von Berlin kamen schon vorbei.

Manchem gilt die Grüne Woche deshalb schon als Pendant der grünen Branche zum Weltwirtschaftsforum in Davos.