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Michael Marx mit der Politur für die lackierten Oberflächen Foto: Matthias Fischer

Das Auge kauft mit

Gebrauchtautos verkaufen sich bekanntlich besser, wenn sie
ordentlich aufbereitet wurden. Funktioniert das auch bei Forstmaschinen? Ein Experte von Sonax unterzog einen Komatsu-
Vollernter einer optischen Frischzellenkur.Besitzer von Forstmaschinen legen zumeist großen Wert auf kontinuierliche Wartung der Maschinen. Das hilft, Ausfallzeiten zu minimieren. Um die Optik kümmert man sich dabei meist weniger. Aber auch das dient dem Werterhalt und ist wichtig im Hinblick auf einen guten Wiederverkaufspreis bei einer Neuanschaffung.Die Frage ist, ob eine tiefer gehende, professionelle Aufbereitung Vorteile im Verkauf bringt? Komatsu Deutschland in Vöhringen hat das jetzt einmal durchexerziert. Weil die Belegschaft das selbst nicht leisten kann, hat sie die Tätigkeit an einen mobilen Dienstleister abgeben, der bei Bedarf vor Ort aktiv wird. „Die Aufbereitung sollte dazu führen, den anvisierten Verkaufspreis leichter oder gar einen höheren Verkaufspreis zu erzielen“, erklärt Komatsu-Marketingleiter Thomas Schmelzle. Michael Marx ist so ein mobiler Aufbereitungsprofi, außerdem Schulungsleiter im Auftrag der Sonax GmbH. Sein Versuchsobjekt ist ein gebrauchter Valmet 911.Schon bei den Felgen stößt er auf die erste Hürde. Sie sind mit einer Mischung aus Baumharz und Sägespänen verkrustet. Trotz langer Einwirkzeit des hoch alkalischen Reinigers Sonax PreWash Ultra Power und zusätzlichem Bürsteneinsatz, macht es einige Mühe, die Felgen einigermaßen sauber zu bekommen. Auf Front- und Seitenscheiben klebt eine Schicht aus Kettenöl, Staub, Sägespänen und Harz. Eine Reinigung der Kunststoffscheiben mit scharfen Mitteln oder rauen Schwämmen verbietet sich, da sie dadurch mit der Zeit blind würden. Nach einer Grundreinigung mit dem Scheibenreiniger rückt Marx mit dem Sonax-Baumharz-Entferner hartnäckigen Harzflecken zu Leibe.Die Reifen bekommen eine Kur mit der Sonax Reifen- und Gummipflege, nicht nur der Optik wegen, sondern zum UV-Schutz, um Versprödungen zu verhindern und so die Haltbarkeit der Pneus zu verlängern. Alle Gelenke, Schlauchanschlüsse und sonstigen beweglichen Teile werden mit dem MOS2 Oil NanoPro eingesprüht, das Feuchtigkeit verdrängt, dauerhafte Beweglichkeit sicherstellt und vor Korrosion schützt. Für die schnelle Schmierung beweglicher Teile im Wald empfiehlt sich außerdem das biologisch abbaubare Multispray Sonax SX 90 Bio.Auch der Innenraum der Fahrerkabine ist stark verschmutzt. Der Vorbesitzer war wohl starker Raucher – alle Oberflächen sind mit brauner Patina überzogen. Mit dem alkalischen Universalreiniger SX Multistar und einen Schmutzradierer lassen sich die Ablagerungen einfach entfernen. Sonax Plastik-Care Seidenmatt pflegt die Kunststoffe und schützt vor UV-Strahlung, ohne sich klebrig oder schmierig anzufühlen. Der Arbeitsplatz wirkt nun wieder einladend und die ganze Kabine wertiger.Bei der Aufbereitung des Vollernters wurden optische Mängel nicht durch Überlackieren verdeckt, sondern die ehrliche Substanz herausgearbeitet. Das vorher etwas abgewirtschaftete Gerät präsentiert sich nach der Behandlung durchaus verkaufsfördernd. Aber wie hoch war die Investition dafür? Michael Marx kalkuliert aufgrund der Größe und den extrem anhaftenden Verschmutzungen solcher Maschinen mit einem Zeitaufwand von mindestens zehn Stunden. Für einen normalen Pkw benötigt ein Fahrzeugaufbereiter im Schnitt bereits 4,5 Stunden. Der Sonax-Profi berechnet dafür einen Stundensatz von 65 € zuzüglich Materialkosten, die bei 50 bis 100 € liegen. So kommt er auf einen groben Anhaltswert von 1.500 bis 2.000 €, die natürlich beim Verkauf wieder erwirtschaftet werden sollen.Das Familienunternehmen Sonax bietet seit 1950 Produkte für die Autopflege an. Produziert und entwickelt wird ausschließlich am Stammsitz in Neuburg an der Donau.

Sonax/Red.
aber ein ansprechender Anblick Foto: Matthias Fischer Ärgerlich: Holzstücke blockieren die Spanabfuhr Foto:  H. Höllerl Mit dem 5 m langen Förderband lassen sich Anhänger oder Container bis 3 m Höhe laden. Foto:H. Höllerl Zigarettenrauch und Kondenswasser bildeten diese unappetitliche Patina Foto: Matthias Fischer Nicht neu Michael Marx mit der Politur für die lackierten Oberflächen Foto: Matthias Fischer

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