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Das Auerhuhn hat in Thüringen gute Chancen

Das Auerhuhn hat in Thüringen gute Chancen

Anlässlich des europäischen Raufußhuhn-Expertentreffens am 7./8. November in Saalfeld lobten renommierte Raufußhuhnexperten die Anstrengungen der Landesforstanstalt zur Rettung des Auerhuhns im Freistaat.
Das neue Auswilderungskonzept nach der „Born-to-be-free-Methode“, erstmals 2015 eingesetzt, wie auch die intensivierten Bemühungen zur Lebensraumverbesserung und zum jagdlichen Umgang mit den Freßfeinden entsprechen der aktuellen Meinung der eingeladenen Experten. Verbesserungspotenzial zur Störungsminimierung wurde im Bereich der Besucherlenkung im Wald und Abstimmung mit bestehenden Tourismuskonzepten gesehen.
Europäische Forscher-Elite in Thüringen
55 Raufußhuhn-Experten aus Deutschland, Österreich, Italien, Schweden, Tschechien, der Slowakei und Polen trafen sich auf Einladung der ThüringenForst-AöR in Saalfeld, um über die Situation des Auer-, Birk- und Haselhuhns in Europa zu diskutieren. Insgesamt zwei Feldexkursionen im Bereich des Thüringer Schiefergebirges zeigten die Schutzbemühungen der Landesforstanstalt zur Rettung des größten Waldhuhns im Freistaat.
Speziell die aus Polen übernommene „Born-to-be-free-Auswilderungsmethodik“ überzeugte die Forscher. Der polnische Biologe Dr. Andrzej Krzywinski entwickelte im Jahr 2007 diese Methode, die auf eine sanfte Auswilderung von Jungvögeln in natürlichen Verhältnissen setzt. Die Tiere lernen selbstständig sich an das natürliche Nahrungsangebot anzupassen, sie werden durch die Althenne befähigt, Fressfeinde früh zu erkennen und trainieren das Sozialverhalten. Die zunächst mit der Althenne in Volieren untergebrachten Jungvögel stellen sich so auf verschiedene Umweltfaktoren ein.
Auf dem richtigen Weg
„Die Anerkennung unserer Bemühungen zur Rettung des Auerhuhns in Thüringen durch die Experten stärkt unser Engagement für die Zukunft“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. „Und die Tagungsergebnisse zeigen: Wir sind auf dem richtigen Weg“, so Gebhardt weiter.
Sorge bereitet den ThüringenForst-Experten die hohe Population an Füchsen und Wildschweinen in der Region, den Hauptfeinden des Raufußhuhns. Seit 2014 hat deshalb ThüringenForst einen Berufsjäger eingestellt, der die Auswilderungsgebiete entsprechend intensiv bejagt.
ThüringenForst

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