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Das aktuelle Heft. Forst&Technik.

Die aktuelle Ausgabe der Forst & Technik mit folgenden Themen:

  • Forstmesse Luzern: Weltpremiere der Husqvarna 572XP
  • Holztransport: Erster Cranab in Deutschland
  • Arbeitssicherheit: Prinzip Stop forder Stand der Technik

Am Pranger

Es ist immer erstaunlich, welchen Erfindungsreichtum die im Wald tätigen Menschen entwickeln. Kaum denkt man, jetzt ist das Instrumentarium für die Holz­ernte aber komplett, mehr braucht man nicht, taucht schon wieder etwas Neues auf. In dieser Ausgabe stellen wir eine kleine Rückemaschine vor, die Peter Kerscher aus ­Roding-Wetterfeld entwickelt hat (S. 14 – 17). Kerscher ist nur ein kleiner Waldbesitzer, aber irgendetwas hat ihm keine Ruhe gelassen, bis sein Rücke-Fuchs einsatzbereit war. Genau genommen ging es ihm bei dem Irgendetwas darum, sich die Arbeit zu erleichtern. Er will mit der Maschine aber auch seinen Wald möglichst pfleglich bewirtschaften – so wie das auch die weit überwiegende Anzahl der Waldbesitzer in Mitteleuropa will.
Das darf man wahrscheinlich auch den polnischen Staatsforsten unterstellen, die wegen ihrer Holzeinschläge im Bialowieza-Urwald gerade am Pranger stehen (S. 10). Was sie als eine unvermeidliche Bekämpfung des Borkenkäfers begründen, ist für die Umweltschützer Profitgier und Zerstörung eines der letzten Urwaldgebiete Europas. Schützenhilfe haben sie jetzt von der EU-Kommission erhalten, die den Einschlag ebenfalls verhindern will, weil der Urwald auch ein Unesco-Weltnaturerbe ist. Es ist schwierig zu beurteilen, welche Seite die besseren Argumente hat. Vieles deutet aber einfach auf den alten, ideologisch gefärbten Konflikt zwischen Umweltschutz und Forstwirtschaft hin. Während die Einen Natur Natur sein lassen wollen und auf die Selbstheilungskräfte der Natur verweisen, sind die Anderen davon überzeugt, dass man dem Wald bei einer Schädlingsvermehrung helfen muss. Selbst die Wissenschaft ist in dieser Frage offenbar uneins: Wie Die Welt gemeldet hat, haben sich 46 polnische Professoren für die Borkenkäferbekämpfung ausgesprochen, 155 andere Wissenschaftler sind jedoch dagegen. Vielleicht ist die internationale Kritik an Polen in dieser Frage einfach deshalb so groß, weil sich die Regierung weigert einer Anordnung des Europäischen Gerichtshofes zum Stopp der Einschläge Folge zu leisten. Das passt bestens in das Bild eines Landes, das den EU-Werten den Rücken zukehrt und gegen eine unabhänge Presse und Justiz vorgeht. Aber hat das etwas mit dem Bialowieza-Wald zu tun?
In Deutschland ist die Bekämpfung des Borkenkäfers Gott sei Dank kein Thema. Im Wirtschaftswald läuft das gerade vor allem in Süddeutschland oder in Österreich ohne Proteste ab. Bei der Ausweisung von Schutzgebieten im Wald stehen sich Holzwirtschaft und Naturschutz aber ähnlich unversöhnlich gegenüber.

Oliver Gabriel

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