Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service

Das aktuelle Heft. AFZ-DerWald

Die AFZ-DerWald Nr. 18/2020 jetzt mit folgenden Themen:

  • Waldschutz: Verbundvorhaben IpsPro
  • Waldökologie: Spätfrostschäden an Buche
  • Waldverjüngung: Junge Douglasie ohne Schutz

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

im Juni dieses Jahres hat das Bundeslandwirtschaftsministerium die Daten zu den Waldschäden seit 2018 sowie die für 2020 zu erwartenden Schäden aktualisiert. Danach gehen die Fachleute von einem Schadholzbefall von 178 Mio. Fm und einer Fläche von 285.000 ha aus, die wiederbewaldet werden muss. Vonseiten des Bundesumweltministeriums (BMU) wurden jüngst waldpolitische Forderungen nach mehr Flächen mit ungelenkter Waldentwicklung zum Schutz des Klimas und der Biodiversität bekannt. Doch kann dies allein die Antwort auf die Probleme sein? Mit der Verwendung des nachwachsenden und nachhaltig genutzten Rohstoffs Holz leiste die Forst- und Holzwirtschaft einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz, widersprach die Arbeitsgemeinschaft Rohholz (AGR) dem Bericht des BMU zur Lage der Natur in Deutschland vom Mai 2020. Grundlage hierfür, so die AGR, sei unter anderem der Erhalt angemessener Nadelholzanteile in den Wäldern. Denn der Nadelholzanteil in den gängigsten Holzerzeugnissen betrage zwischen 70 und 95 %. Hier spielt die Fichte eine überragende Rolle. Sie wird auch zukünftig die wirtschaftlich bedeutendste Baumart in Deutschland bleiben, insbesondere in den Mittelgebirgen. Hier setzt das Forschungsvorhaben IpsPro (Ips typographus + Prognose) an. Darin wird untersucht, wie sich die aktuelle Gefährdungssituation durch Buchdrucker in potenziell gefährdeten Fichtenbeständen einschätzen lässt. Die Modelle für Borkenkäferbefallsdruck und Prädisposition münden in einen Web-Prognosetool. Über dieses zukunftsweisende Forschungsvorhaben informieren wir ausführlich ab S. 12 in dieser Ausgabe von AFZ-DerWald. Ich wünsche Ihnen eine erkenntnisreiche Lektüre.

Ihr
Martin Steinfath, Chefredakteur AFZ-DerWald
Martin Steinfath, Redaktionsleiter forstpraxis.de

Artikel aus der AFZ-DerWald Redaktion

Seilwindenunterstützte Baumfällung erfolgt erschütterungsfrei und macht die Waldarbeit daher sicherer. Die Entwicklung sicherer Arbeitsverfahren ist aber nur mithilfe einer guten betrieblichen Fehlerkultur möglich.
Foto: SVLFG

Voraussetzung für eine gute betriebliche Fehlerkultur ist, dass alle über unsichere und gefährliche Situationen, die sie bei der Arbeit erlebt haben, offen sprechen können.
 
Kahlfraß eines Laubmischwaldes durch den Schwammspinner mit vollständig befressenen Buchen und einer kaum befressenen Eiche in Hettstadt am 2. Juli 2020. Offensichtlich kamen die Raupen in diesem Jahr mit den Blättern der Buche besser zurecht, da im Juni nur in von Buchen dominierten Laubmischbeständen Kahlfraß beobachtet wurde. Eine sehr ungewöhnliche, bisher nicht beobachtete Situation
Foto: H. Lemme, LWF

Manche Baumarten, wie z. B. Fichte und Kiefer, leiden unter dem Klimawandel, manche wärmeliebenden Baumarten, z. B. die Elsbeere, werden begünstigt. Ähnliches trifft auch auf viele Insektenarten zu.
 
Oualitätskontrolle nach der Bucheckernernte
Foto: J. Frankenfeld

Eignen sich die Nüsse der Rotbuche als Lebensmittel? Warum findet man Bucheckern nicht im Supermarkt? Dies könnte sich in Zukunft ändern und neue Chancen für die Forstwirtschaft bieten.
 
Leiterin Sigrid Hagen erklärt den anwesenden Waldpädagoginnen und -pädagogen praxisorientierte Aktionen für Kinder und Jugendliche.
Foto: M. Kronschnabl-Ritz

Am 10. Dezember 2019 waren freiberufliche Waldpädagoginnen und -pädagogen, FÖJler und Festangestellte an das Walderlebniszentrum in Grünwald/ Sauschütt zu einer Multiplikatorenschulung eingeladen.
 
Kann und darf man Wald und seine Ökosystemdienstleistungen monetarisieren?
Foto: M. Steinfath

Kann man Natur und Ökosystemdienstleistungen monetarisieren? Um diese Frage auszuleuchten, ist eine alte Lampe mit neuer Glühbirne nötig: die Waldgesinnung im Sinne der Ethnologie, mit kulturwissenschaftlichem Blick.
 
Abb. 3: Reinbestand der Libanonzeder bei Ermenek; 45 % der Bestände sind mit anderen Nadelbaumarten gemischt.
Foto: M. Šeho

Aktuell stellt sich immer mehr die Frage, mit welchen Baumarten und Herkünften in Zukunft gepflanzt werden soll. Ist die an extreme Klimaverhältnisse angepasste Libanonzeder eine geeignete Alternative?
 
Max Reger (rechts) ist seit Anfang des Jahres kommissarischer Vorstandsvorsitzender der ForstBW AöR, er war zuvor Landesforstpräsident der Landesforstverwaltung Baden-Württemberg und Leiter des Landesbetriebs ForstBW. Felix Reining ist seit 1. 1. 2020 Vorstand der ForstBW AöR. Zuvor war er Geschäftsführer beim Landesbetrieb ForstBW und stellvertretender Landesforstpräsident.
Foto: ForstBW

Im AFZ-Interview äußern sich die ForstBW-Vorstände Max Reger und Felix Reining zur Neugründung des Unternehmens in Form einer Anstalt des öffentlichen Rechts.
 
Kaum ein Thema wird so emotional und oft auch unsachlich diskutiert wie Windkraftanlagen im Wald.
Foto: Rainer Soppa

Der Bau von Windenergieanlagen erfordert oft auch eine waldrechtliche Umwandlungsgenehmigung. Dabei kann wegen der Bestimmungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes die behördliche Zuständigkeit unklar sein.
 
Nordische Fichtenborkenkäfer: Die im Zuge des Monitorings gefangenen Ips duplicatus werden im Labor stets bestätigt, um eine hohe Qualität des Monitorings sicherzustellen.
Foto: F. Stahl/LWF

Der Nordische Fichtenborkenkäfer galt bisher in Bayern als ausgestorben oder verschollen. Untersuchungen zeigen nun, dass die Art auch in Bayern weit verbreitet ist.
 
Abb. 3: Holger Sturhan bei der Unterweisung: Vor jedem Einsatz ist eine Person auf dem Boden in den Notsteuerbetrieb beziehungsweise den Notablass einzuweisen. Übungen sind dabei unerlässlich.
Foto: H. Sturhan

Fahrbare Hubarbeitsbühnen erleichtern die Arbeit in der Höhe und sind sicherer als Leitern und Seilklettertechnik. Was ist beim Einsatz eines Hubsteigers zu beachten?
 
von