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Das 20. Statusseminar des Kuratoriums für forstliche Forschung

Das 20. Statusseminar des Kuratoriums für forstliche Forschung

Das 20. Statusseminar des Kuratoriums für forstliche Forschung fand am 6. April mit über 100 Teilnehmern am Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan statt. Es informierte anhand von acht Vorträgen über aktuelle forstliche Forschungsergebnisse zum Thema Wald und Forstwirtschaft.Die Themen „Wald und Gesellschaft“, „Waldschutz“ und „Klimawandel“ sind Dauerbrenner für jeden, der sich mit Wald befasst.Wald und Forstwirtschaft stehen heute im Focus der verschiedensten Interessensgruppen, die sehr komplexe und zum Teil widersprüchliche Ansprüche an den Wald stellen. Diesem Sachverhalt wird auch in der forstlichen Forschung Rechnung getragen. Ministerialrat Günter Biermayer vom StMELF merkte dazu in seinen Begrüßungsworten an: „Bei den aktuellen forstlichen Forschungsprojekten ist eine zunehmenden Breite in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung festzustellen.“Gemäß dem Motto „Forestry is not about trees, it’s about people!“ wurden am Vormittag öffentliche Auseinandersetzungen um den richtigen Umgang mit Wald analysiert und dazu Strategieempfehlungen aus Sicht der Kommunikationswissenschaft geboten. Dass Sensibilität gegenüber unserer Kulturlandschaft notwendig ist, und wie dieses Thema der lokalen Bevölkerung vermittelt werden kann, zeigte das zweite Projekt. Um Partizipationsprozesse in Bezug auf die nachhaltige Waldbewirtschaftung anzustoßen, wird seit vielen Jahren erfolgreich Waldpädagogik und Bildung für Nachhaltige Entwicklung betrieben. Wie diese innovativ und konkret umgesetzt werden, veranschaulichten zwei weitere Vorträge.Am Nachmittag dann wurden für Waldbesitzer wichtige Handlungsempfehlungen zu aktuellen Schadorganismen an den Baumarten Esche und Ahorn aufgezeigt. Vorträge zum Trockensommer 2015 sowie zur Sicherung forstlichen Vermehrungsgutes im Hinblick auf den Klimawandel rundeten die Veranstaltung dieses Tages ab. In den Pausen hatten die zahlreichen Teilnehmer und die Referenten Gelegenheit zum regen Gedankenaustausch.Die forstliche Forschung leistet einen unverzichtbaren Beitrag für die nachhaltige und naturnahe Bewirtschaftung unserer Wälder. Erkenntnisse aus langfristigem Versuchswesen und Umweltmonitoring stellen die Wissensbasis für eine zukunftsträchtige Forstwirtschaft dar.

Zentrum Wald-Forst-Holz

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