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Das 2. Quartal

Im 2. Quartal 2013 entwickelte sich die Auftragslage des Forstmaschinenherstellers Ponsse erfreulich. Das Werk produziert wieder in zwei Schichten, um der gestiegenen Nachfrage in Nordamerika, Russland und Finnland nachkommen zu können. Obwohl die Märkte in Zentraleuropa und in Schweden weiter schwach sind, stieg der Umsatz im Vergleich zum 1. Quartal von 74,3 Mio. € auf 83,6 Mio. €. Das Geschäftsergebnis liegt mit 8,5 Mio. € ebenfalls über dem des Vorjahreszeitraums mit 6,2 Mio. €. Die Halbjahreszahlen sind nach dem schweren Start ins Jahr 2013 allerdings schlechter als 2012; Ponsse erwartet auch für das Gesamtjahr einen sinkenden Gewinn.Auch bei Kesla stieg im ersten Halbjahr der Umsatz trotz der Finanzkrise um 4,9 % auf 21,7 Mio. € deutlich. Das Gleiche trifft auf den Gewinn zu, der von 259 000 € im Vorjahreszeitraum auf 622 000 € Gewinn wuchs. Kesla rechnet für 2013 mit einen stabilen Umsatz und mit einem höheren Betriebsergebnis als im Jahr 2012.
Bei Deere & Company stiegen die Umsätze und Gewinne im 3. Quartal des Geschäftsjahres (31. Juli) gegenüber dem Vorjahr insgesamt zwar deutlich. Im Bau- und Forstmaschinengeschäft sanken die Umsätze in den ersten neun Monaten dagegen um 11 % bzw. 8 %. Deere erwartet, dass die Umsätze des Bau- und Forstmaschinengeschäftes 2013 weltweit um rund 8 % sinken. Die Perspektiven im Forstmaschinengeschäft seien jedoch günstiger, weil die höhere Nachfrage in den USA die Konjunkturschwäche in Europa mehr als ausgleichen werde.
Der Kranhersteller Palfinger verzeichnet für die Geschäftseinheit Epsilon Forst- und Recyclingkrane im 1. Halbjahr zwar Umsatzrückgänge, das Ergebnis befinde sich aber weiter auf überdurchschnittlich gutem Niveau. Einen positiven Beitrag liefern seit einigen Quartalen die für die Produktgruppe jungen Märkte Brasilien, Russland und Nordamerika. Impulse erhofft sich Palfinger zudem vom 2012 erstmals vorgestellten Harvesterkran, der im 2. Halbjahr 2013 in Skandinavien und im deutschsprachigen Raum auf den Markt gebracht wird.

Der finnische Reifenhersteller Nokian verzeichnete für den Geschäftsbereich Heavy Tyres  im 1. Halbjahr 2013 einen schwachen Markt. Der Umsatz mit für Bergbau-, Hafen- und Forstmaschinenreifen sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,4 % auf 47,4 Mio. € und der Gewin um 23,1 % auf 4,9 Mio. €. Die Produktion in Tonnen ging um 11 % zurück. Obwohl es Anzeichen dafür gibt, dass sich der Forstmaschinenmarkt erholt, rechnet Nokian auch für das zweite Halbjahr mit einer vergleichsweise geringen Nachfrage, die für ganz 2013 gleichwohl auf Niveau von 2012 liegen werde. Das Unternehmen investiert zur Zeit 6 Mio. € in das Reifenwerk für Nutzfahrzeugreifen.
Oliver Gabriel

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