Holztransport

Rundholz-Wechselbrücken: Fahren statt Laden

Bearbeitet von Heinrich Höllerl

Das wohl drängendste Problem beim Holztransport ist der Fahrermangel. Darum wäre es wohl besser, die Chauffeure mehr Strecke machen zu lassen anstatt sie mit der Kranarbeit zu beschäftigen.

Das hat sich Michael Dauser auch gedacht und bietet eine Lösung für diese Schieflage mit seinem jungen Unternehmen Dalco (Dauser Logistics Concepts) an. Der Unternehmer kommt aus der Holzbranche, seine Familie betreibt eine Tischlerei. Er lernte aber Speditionskaufmann. Langsam reifte in ihm die Idee, dass auch bei der Holzfracht Neues Platz hätte.

Lange Wechselbrücken

Seine Idee hat der Spediteur in Gestalt einer Ladebrücke mit 40 Fuß Länge verwirklicht. Die Brücke verfügt über drei quer laufende Taschenreihen. Sechs Paar Exte-Rungen mit 7 t Lastaufnahmen sind vorgesehen. Somit ist gewährleistet, dass passend zur Ladungslänge längs bis zu drei Stöße geladen werden können. Das geht auch in der Querrichtung, denn die Brücke soll auch größere Holzbauteile hochkant transportieren. Als Maximalmaße nennt Dauser eine Länge von 15,5 m, eine Breite von 3,75 m und eine Höhe von 2,75 m.  Im Rahmen sind Langzeitsensoren fürs GPS eingebaut.

Der Sattelanhänger zur Aufnahme dieser Wechselbrücken stammt von Fliegl und ist größtenteils Standard. Allerdings spezifizierte Michael Dauser kegelförmige Führungsrollen an der Oberseite des Rahmens, ohne die das Drunterfahren unter die Brücke nicht gelingen würde.

Rundlauf

Als „kombinierter Verkehr“ darf so ein Wechselbrücken-Fahrzeug dauerhaft mit 44 t unterwegs sein. Beim Empfänger-Werk steht nach Möglichkeit schon eine Brücke, mit der man eine Ladung Schnittholz, Massivholzplatten oder Holzbauelemente zu einer Baustelle oder einem Depot eines Händlers fährt. Ziel ist, Lkw und Nachläufer möglichst oft mit Last auf der Straße zu bewegen.

Den vollständigen Beitrag gibt es in der Forst&Technik 4/2022 bzw. direkt hier im Digitalmagazin.

Anton Friedrich