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Baubranche Corona

Corona: Aufträge am Bau brechen ein

„Die neuesten Daten zur Baukonjunktur zeigen: Die Corona-Pandemie wird massive Auswirkungen auf die Baubranche haben. Wenn schon zu Beginn des Lockdowns die Auftragseingänge so stark eingebrochen sind, müssen wir für die Konjunkturentwicklung der zweiten Jahreshälfte mit dramatischen Folgen rechnen,“ kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), die am 25. Mai veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamts. Diese berücksichtigen Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten und beziehen sich auf den Berichtszeitraum März 2020.

Immerhin Wohnungsbau im Plus

Besonders im öffentlichen Bau ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen (-9,6 %). Insbesondere der Straßenbau bricht signifikant ein ( -12,4 %). Aber auch im Wirtschaftsbau gingen die Auftragseingänge im März um gut 3% zurück, besonders betroffen der anteilsstarke Hochbau (ca. -7 %). Nur im Wohnungsbau legte der Auftragseingang verhalten zu (ca. +3 %). Pakleppa mahnt Bund und Länder, den Investitionsstau bei den Kommunen nicht größer werden zu lassen. Das lieg im Interesse des Wirtschaftsstandortes Deutschland.

Umsätze noch stabil

Erwartungsgemäß schlagen sich die Folgen der Corona-Pandemie noch nicht in den Daten zur Umsatzentwicklung nieder. Dieser lag im März bei ca. 7,6 Mrd. Euro (+12,1 %). Damit erreichte der Umsatz im ersten Quartal gut 18 Mrd. Euro, ein Plus von gut 12 %. Die vollen Auftragsbücher zu Jahresbeginn haben für gute Umsätze gesorgt. Die hohe Nachfrage habe sich bis zum Lockdown Mitte März fortgesetzt. Die Zahlen dürften aber nicht zu einer trügerischen Sicherheit führen, so Pakleppa: „Die Einbrüche, die wir heute im Auftragseingang sehen, werden in Zukunft auf die Umsatzentwicklung durchschlagen,“ erläutert er.

Maximal Nullwachstum erwartet

Das deutsche Baugewerbe hatt seine Prognose zur Umsatzentwicklung im Bauhauptgewerbe für 2020 wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie von ursprünglich +5,5 % auf 0 % bis -2 % nach unten korrigiert. Dennoch sei die Zahl der Beschäftigten um 4 % gestiegen. Wenn diese gehalten werden sollen, brauche es seitens der Bundesregierung dringend Investitionsimpulse.

ZDB/Red.

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