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Containerexport

Rundholz im Container verboten?

Derzeit macht ein neuer Aufreger die Runde unter Holzhändlern, der auch den Transportsektor betrifft: Seit einigen Tagen kontrollieren BAG und Polizei verstärkt Container-Lkw. Vor allem in Hessen ist ein Schwerpunkt der Aktionen. Betroffene berichten, dass Rundholzcontainer direkt vor Ort entladen werden mussten und nicht weiterfahren durften. 

CTU-Code

Die Grundlage dieser Maßnahmen ist ein Papier aus dem Jahr 2015, der sogenannte CTU-Code (Bekanntmachung der Verfahrensregeln der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO), der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) für das Packen von Güterbeförderungseinheiten CTUs).

Darin steht unter Punkt 7.2.9 ziemlich eindeutig: „Universal-CTUs eignen sich nicht für lange, schwere und unregelmäßig geformte Ladungsgegenstände wie z.B. Holzstämme, da die Seitenwände nicht so ausgelegt sind, dass sie den Beschleunigungskräften solcher Ladungen standhalten…“ Zudem sei es schier unmöglich die Stämme im Container nach der Beladung separat zu sichern. Auch der Transport von Schnittholz kann angeblich nicht mehr ungesichert stattfinden.

Kommt der Export zum Erliegen?

In Anbetracht der Tatsache, dass im Moment enorm viel Rundholz, vor allem auch Käferholz auf diesem Weg transportiert wird, könnte diese Einschätzung ein wichtiges Segment im Holzhandel kurzfristig zum Erliegen bringen. Laut Recherchen des EUWID haben erste Exportfirmen und Großspeditionen bereits eigene Gutachten beauftragt und arbeiten parallel an neuen Techniken zur Ladungssicherung, um dem Problem zu begegnen.

Hier finden Sie das Dokument zum CTU-Code

 

Ein Hintergrundbericht zum Thema erscheint in der Dezember-Ausgabe der Forst & Technik.

H. Höllerl

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