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Cluster Forst Holz Bayern erhält europäisches Qualitätslabel in Silber

Cluster Forst Holz Bayern erhält europäisches Qualitätslabel in Silber

25 Clustermanagement-Einrichtungen aller Branchen in Deutschland wurden bislang vom europäischen Sekretariat für Clusteranalysen (ESCA) mit dem Silber-Label für erfolgreiche Clusterarbeit ausgezeichnet. Seit Februar 2016 hat sich auch der Cluster Forst Holz Bayern für diese Zertifizierung qualifiziert.

Nach zweimaliger Bestätigung des Bronzelabels stellt dieser Aufstieg einen wichtigen Meilenstein der Clusterentwicklung dar. Die Cluster-Geschäftsstelle konnte durch das umfangreiche Angebot aus Projekten, Veranstaltungen und Beratung rund um das Thema Forst und Holz eine gute Bewertung erzielen.
 
Im Sektor Forst – Holz ist es die bisher einzige Auszeichnung in Europa
Die Auszeichnung steht am Ende eines längeren Auditierungs-Prozesses, bei dem unter anderem die Cluster-Strategie, das Mitglieder-Management, die Betreuung der Mitglieder, Innovationsfähigkeit der Projekte, Vernetzung durch Arbeitskreise sowie die Qualifikationen des Cluster-Teams evaluiert wurden. Geprüft wurden weitere Bereiche wie Außenwirkung und der professionelle Auftritt des Clusters. Internetpräsenz und Info-Materialien gingen in die Bewertung ein.
Besonders hervorgehoben wurde die hohe finanzielle Eigenbeteiligung der Branche, vor allem im Branchenbündnis proHolz Bayern. Innerhalb der bayerischen Clusteroffensive hat der Forst Holz Cluster damit zur Spitzengruppe der besten Fünf aufgeschlossen. Im Sektor Forst und Holz ist es die bisher einzige Auszeichnung in ganz Europa.
Was bedeuten die Labels?
Die ESCA zertifiziert Cluster-Management-Einrichtungen in ganz Europa und ist bei der Berliner VDI/VDE Innovation + Technik GmbH angesiedelt. In Deutschland sind nach Auskunft des ESCA aktuell etwa 150 Cluster mit Bronze, 25 mit Silber und nur knapp 10 mit Gold ausgezeichnet. Die Kosten der Zertifizierung werden für Mitglieder im Programm „go-cluster” vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) getragen. Damit unterstützt das BMWi die Weiterentwicklung von Clustermanagements aktiv, um deren nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit zu fördern.
Die Labels sind künftig verstärkt Bewerbungsvoraussetzungen bei Förderprogrammen oder europäischen Kooperationsprojekten. Auch bundes- und landesweit nutzen sie: Unternehmen und Forschungseinrichtungen können professionelle Cluster-Einrichtungen auf den ersten Blick erkennen. Für die Politik bedeuten die Labels, dass sie die Spitzenpositionen ihrer Cluster und deren Unternehmen durch eine externe Evaluierung europaweit belegen können – und damit im Wettbewerb der Standorte um Fördergelder oder um Fach- und Führungskräfte punkten können.
Prof. Dr. Dr. habil. Gerd Wegener, Clustersprecher: „Im Rahmen des Benchmarking-Prozesses haben wir uns in Abstimmung auch mit dem VDI/VDE beständig weiter entwickelt. Wir freuen uns sehr über die Anerkennung. Diese spornt uns noch mehr an, für unsere Branche Forst und Holz in den zentralen Bereichen Innovation, Vernetzung und Marketing einzutreten.“
Die Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern gGmbH verfolgt seit 2006 das Ziel der landesweiten Vernetzung von Praxis und Wissenschaft in der Branche. Die enge Zusammenarbeit mit Vertretern aus Forst- und Holzwirtschaft, Forschung, Politik und Ausbildung ermöglicht einen schnellen Wissenstransfer, die Entwicklung innovativer Produkte und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Entsprechend dem Leitgedanken „Gemeinsam wachsen“ werden Pilotprojekte, Forschungsprojekte und Weiterbildungsveranstaltungen gefördert und über Regionalinitiativen der ländliche Raum Bayerns gestärkt.
 

Zur Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern

 

Zum europäischen Sekretariat für Clusteranalysen (Englisch)

 
Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern

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