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Cluster Forst und Holz in Baden-Württemberg

Cluster Forst und Holz in Baden-Württemberg

„Das Waldland Baden-Württemberg verfügt auf 1,4 Millionen Hektar über leistungsfähige und naturnahe Waldbestände. Mit einem Holzeinschlag, der in den vergangenen Jahren durchschnittlich bei rund elf Millionen Kubikmetern lag, steht der heimischen Holzindustrie ein Rohstoffpotenzial zur Verfügung, das es möglichst gewinnbringend zu nutzen gilt“, sagte die Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, am 4. Februar 2011 in Gaildorf. Holz sei der Rohstoff des 21. Jahrhunderts – vielseitig einsetzbar, nachwachsend und ausgesprochen klimafreundlich.
„Insgesamt haben wir eine hohe Dichte an leistungsfähigen und innovativen Betrieben in der Forst- und Holzwirtschaft im Land, die regional sehr unterschiedlich verteilt sind“, erklärte Gurr-Hirsch. Mit Blick auf die wirtschaftliche Leistung der Branche führe dies zu deren latenten Unterbewertung. „Im Landesdurchschnitt arbeiten rund vier Prozent der Beschäftigten in Betrieben entlang der Wertschöpfungskette Holz. In den eher ländlich geprägten Regionen Nordwürttembergs oder in Teilen des Schwarzwalds sind es mancherorts aber mehr als zehn Prozent der arbeitenden Bevölkerung, die in einem holzverarbeitenden Betrieb ihr Auskommen finden“, unterstrich die Staatssekretärin.
„Der Forst- und Holzwirtschaft kommt große ökonomische Bedeutung zu. Zudem leistet sie einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele. Die Branche verkauft sich allerdings unter Wert“, betonte Gurr-Hirsch. Das Land habe deshalb eine umfangreiche Clusterinitiative ins Leben gerufen, die den Sektor stärken und seine Leistungen stärker in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung rücken soll.
Zur Weiterentwicklung der Forst- und Holzbranche sehe die Clusterinitiative des Landes ein 10-Punkte-Programm vor, das laut Gurr-Hirsch in den nächsten Jahren umgesetzt werde. Die Dokumentation und öffentlichkeitswirksame Darstellung der Wertschöpfungskette Holz und ihres Potenzials stehe bei der Arbeit der Clusterinitiative zunächst an erster Stelle. Wichtige Schritte auf dem weiteren Weg wären die Mobilisierung von Holzreserven und die Optimierung der Ernte- und Transportlogistik. Die Anhebung des Innovationsniveaus der Unternehmen sowie ein geregeltes und koordiniertes Miteinander der stofflichen und energetischen Ansprüche, die an die Holzverwendung gestellt werden, müssten folgen.
„Das Konzept der Clusterinitiative Forst und Holz Baden-Württemberg bietet hervorragende Ansatzpunkte, um die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit dieses Wirtschaftszweiges zu stärken. Mit den Handlungsempfehlungen hat sich die Branche ambitionierte Ziele und eine hohe Messlatte gesetzt, die mit vereinten Kräften der Unternehmen, Verbände und Politik erreichbar sind. Die Voraussetzungen hierfür sind gut. Mittelständische Unternehmen, die einen gleichermaßen traditionellen wie modernen Rohstoff verarbeiten und mit einem regionalen Ansatz Wirtschaftswachstum und Klimaschutz umsetzen, können die Herausforderungen der Zukunft zuversichtlich angehen. Für die Wirtschaft des Landes bilden sie eine wichtige Basis“, erklärte die Staatssekretärin.
MLR

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