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Heion Clean Diesel

Clean Diesel

In der andauernden Debatte um die Luftreinhaltung vor allem in unseren Städten werden ganz überwiegend Maßnahmen diskutiert, wie man die Fahrzeugmotoren sauberer bekommt. Verbesserte Verbrennung, Additive, Katalysatoren, Filtersysteme – was wird da nicht alles hineingepackt. Über die Treibstoffe selbst machen sich scheinbar weniger Leute Gedanken. Natürlich gibt es diverse alternative Kraftstoffe, doch diese sind entweder sehr teuer in der Herstellung, gefährlich im Umgang, oder beanspruchen zu viel Platz bzw. Gewicht im Fahrzeug. An den Massensprit Diesel ging in jüngerer Zeit keiner mehr dran.

In Siblin bei Ahrensbök in Schleswig-Holstein haben ein paar Tüftler dieses Problem jetzt noch einmal ganz neu gedacht und sorgen nach einem ersten Beitrag im dortigen Regionalfernsehen bundesweit für Aufsehen. Die Fragestellung des HEION-Firmengründers Andreas Heine war von grundlegender Natur: Wie lässt sich der Dieseltreibstoff selbst so anpassen, dass weniger Schadstoffe entstehen? Bisher läuft man bei der Verbrennung von Diesel nämlich immer in ein Dilemma. Entweder man reduziert den Partikelausstoß, oder die Stickoxid-Werte – beides gleichzeitig funktioniert nicht. Mit seinen beiden Kollegen Anton Ledwon und Waldemar Lewtschenko versucht er beides hinzukriegen. Die Versuche mit ihrem Eigenbau-Reaktor finden in einer Scheune statt. In einem nicht näher spezifizierten Synthese- bzw. Veresterungsverfahren werden die beiden Ausgangsprodukte Diesel und Wasser miteinander verbunden. Die ersten Ergebnisse im Labormaßstab sind vielversprechend, und auch mit Biodiesel wurden schon Versuche unternommen.

H. Höllerl

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