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Christoph Gürtler †

Christoph Gürtler †

Am 15.11.2009 ist Oberforstmeister Christoph Gürtler im mecklenburgischen Peckatel gestorben. Christoph Gürtler wurde am 3.12.1932 in Zettitz/Kreis Crossen in einer Pastorenfamilie geboren. Seine Schulausbildung beendete er mit dem Abitur in Potsdam. Es folgten die Ausbildung als Forstfacharbeiter und das Studium an der Fakultät für Forstwirtschaft der Humboldt-Univ. zu Berlin in Eberswalde, 1956 Abschluss als Diplom-Forstwirt. Aus der beruflichen Tätigkeit: 1957 bis 1965 forstliche Standorts­erkundung, 1965 bis 1991 Aufbau der Verwaltung für etwa 3 000 ha eigenbewirtschaftete Kirchenforsten in den evang. Landeskirchen Mecklenburg, Vorpommern und Anhalt. In dieser Zeit war Gürtler in der Evang.-Luth. Landeskirche Mecklenburg 24 Jahre Mitglied der Landessynode, darunter 12 Jahre als Vizepräses. In der Phase der politischen Veränderungen fand auf seine Einladung hin 1990 die Gründungsversammlung des Waldbesitzerverbandes für Mecklen­burg-Vorpommem statt, zu dessen Vorsitzender er gewählt wurde.
Von 1991 bis zum Eintritt in den Ruhestand 1997 war Gürtler in der Forstverwaltung des Landes Mecklenburg-Vorpommern tätig, zunächst als Dezernent für Forstpoli­tik in der Forstdirektion Ost, später als Abteilungsleiter für Wald, Landschaftspflege und Artenschutz im Landesnationalparkamt. Gürtler wirkte entscheidend an der Bildung der Kirchlichen Forstbetriebsgemeinschaften in Mecklenburg und Vorpommern (1993) und später an ihrem Zusammenschluss (2008) mit. Seit 2003 und bis wenige Wochen vor seinem Tod wurde er auch über die Grenzen Deutschlands hinaus tätig. Er war mehrfach in Rumänien und beriet die Ungarische Reformierte Kirche Rumäniens und die Evangelische Kirche Siebenbürgens hinsichtlich des Umgangs mit den zurück erhaltenen Kirchenwäldern. Christoph Gürtler verkörperte in seiner Person die lebendigen Beziehungen zwischen Deutschland und Siebenbürgen, speziell auf kirchlichem Gebiet und hinsichtlich der gemeinsamen Verpflichtung für die nachhaltige Bewirtschaftung und die Erhaltung des Waldes.
Dr. Heinz Geistefeldt

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