Holzverkauf und Holzpreise

China importiert 30 % seines Nadelrundholzes aus Europa

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Noch vor fünf Jahren gab es in chinesischen Häfen praktisch kein Rundholz aus Europa. Doch die permanent hohe Nachfrage, die Reduktion der Lieferung aus anderen Ländern und ein Überangebot in Europa haben den Holzstrom nach China gedreht.

2017 kamen 75 % der Rundholzlieferungen nach China aus Neuseeland, Russland und den USA. 2020 und 2021 jedoch gingen die Importe aus Russland und den USA drastisch zurück, während die aus Europa und Südamerika zulegten. Während der ersten neun Monate 2021 kamen 80 % der Rundholzlieferungen nach China aus Neuseeland, Europa und Südamerika.

Lieferungen dramatisch gestiegen

Die Lieferungen aus Europa steigen dramatisch an, von weniger als 500.000 m3 im Jahr 2017 auf geschätzte 14 Mio. m3 im Gesamtjahr 2021. Die Werte hat Wood Resource Quarterly (WRQ) ermittelt. Der europäische Anteil der Rundholzimporte nach China beträgt demnach 30 % mit Deutschland als zweitgrößtem Lieferanten nach Neuseeland.

Die deutsche Liefermenge lag 2018 bei 200.000 m3 und stieg 2019 auf 3,8 Mio. m3. Nach chinesischen Angaben sollen die deutschen Importe 2021 die Marke von 10 Mio. m3 überschreiten. Hier tut sich jedoch eine massive Differenz zu den deutschen Daten auf, laut denen bis September lediglich 3,3 Mio. m3 nach China gingen. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr wären das nicht einmal 5 Mio. m3.

Da das Überangebot an Rundholz in Europa verschwindet, geht auch WRQ davon aus, dass die europäischen Rundholzlieferungen nach China zurückgehen werden.

Quelle: WRQ