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China: Holzimporte erreichten in 2016 neue Rekorde

Die Holzimporte Chinas erreichten im vergangenen Jahr erneut Höchstwerte. Die Einfuhr von Rund- und Schnittholz stieg 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 17 % auf knapp 76 Mio. m³(r) (Rundholzäquivalente). Dies ist sogar 38 % mehr als vor fünf Jahren. Trotz relativ pessimistischer Prognosen für die Holznachfrage im Frühjahr 2016 nahm der Importbedarf im Sommer zu und gab erst im Herbst wieder nach. Das Plus bei der Einfuhr von Nadelschnittholz während der zurückliegenden zehn Jahre übertraf die Zunahme bei Rundholz deutlich: Von 2006 bis 2016 legten die Importe von Nadelschnittholz von etwas über 2 Mio. m³ auf über 21 Mio. m³ zu, während die Bezüge von Rundholz im gleichen Zeitraum deutlich weniger von 20 Mio. Fm auf 34 Mio. Fm anstiegen.
Russland hat seine Lieferungen von Schnittholz nach China zwischen 2015 und 2016 um über 3 Mio. m³ auf insgesamt 11,6 Mio. m³ ausgeweitet (inkl. Rundholz, das zur Steuervermeidung falsch deklariert wurde). Nachdem die Holzmärkte im Mittleren Osten und in Nordafrika (MENA-Länder) sowie die in Europa in den vergangenen Jahren relativ schwach waren, haben viele skandinavische Sägewerke ihre Exportaktivitäten auf dem chinesischen Markt gestärkt. Im Jahr 2016 sind die skandinavischen Lieferungen nach China im Vergleich zum Vorjahr um über 35 % gestiegen. Die Länder Finnland und Schweden liefern derzeit nach wie vor nur 6 % der gesamten chinesischen Holzimporte. Dieser Anteil dürfte sich in den kommenden Jahren aufgrund intensiver Marketingaktivitäten deutlich erhöhen.
Der Wert des nach China importierten Holzes stieg fast während des ganzen Jahres 2016. Nach zwei Jahren stark sinkender Preise legten die Durchschnittspreise bis zum Dezember 2016 etwa 6 % über die vom Dezember 2015. Das günstigste Holz kam in 2016 nach wie vor aus Russland und Kanada, während die Preise für Holz aus Europa und Chile deutlich über den Durchschnittspreisen von 160 bis 180 USD/m³ lagen.
HMI/Quelle: WRI

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