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Ausdehnung des Netzes der Schweizer Schutzgebiete

Der Bundesrat will die Biodiversität in der Schweiz erhalten und fördern. An seiner Sitzung vom 29. September 2017 hat er die Revision der Bundesinventare der Biotope und Moorlandschaften von nationaler Bedeutung genehmigt.

Diese Revision ist ein weiterer Meilenstein beim Schutz der natürlichen Lebensräume und gefährdeten Arten. Der Anteil der in den Inventaren verzeichneten Gebiete an der gesamten Landesfläche erhöht sich von 1,8 auf 2,2 %.

Die sechs Bundesinventare der Biotope von nationaler Bedeutung – Trockenwiesen und -weiden, Hochmoore, Flachmoore, Auen, Amphibienlaichgebiete und Moorlandschaften – sind wichtige Instrumente des Bundes für die Erhaltung der natürlichen Lebensräume in der Schweiz und der dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten.

Die Gesamtfläche der in den Inventaren aufgeführten Objekte wächst um knapp 16.000 ha und bedeckt neu 2,2 % der Landesfläche. Bei den zusätzlichen Gebieten handelt es sich zu einem großen Teil um Objekte, die bereits auf regionaler Ebene oder privatrechtlich geschützt sind. Mit der Aufnahme in die Bundesinventare genießen sie künftig einen einheitlichen Schutz und einen besseren Unterhalt. Die flächenmäßige Ausdehnung betrifft insbesondere die Amphibienlaichgebiete und Auen. Diese Gebiete sowie ihre Fauna und Flora zählen zu den am stärksten gefährdeten Objekten und Arten der Schweiz.

Wichtiger Beitrag zur Strategie Biodiversität Schweiz

Die Ausdehnung des Netzes der Schweizer Schutzgebiete leistet einen großen Beitrag an die Erreichung der Ziele der Strategie Biodiversität Schweiz. Damit jedoch diese Biotope ihre ökologische Funktion wahrnehmen können, müssen sie in einem guten Zustand erhalten werden. Zu diesem Zweck hat der Bundesrat am 6. September 2017 den Aktionsplan Biodiversität in Kraft gesetzt. Ergänzend zu weiteren Maßnahmen werden zusätzliche Mittel bereitgestellt, etwa für die Sanierung und den Unterhalt von Biotopen.

UVEK, Bundesamt für Umwelt BAFU

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