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Carsten Wilke

Carsten Wilke 60 Jahre

Am 15. Juli vollendete Ministerialdirigent Carsten Wilke sein 60. Lebensjahr. 1960 in Gießen geboren, reicht Wilkes innere Verbundenheit mit der Natur zurück bis in seine Kindheit, da auch sein Vater, Forstdirektor Jost Wilke, der gleichen Berufssparte angehörte. Besonders die gemeinsamen Jahre in den Vereinigten Staaten, wo Jost Wilke als deutscher Forstspezialist arbeitete, haben ihn geprägt.

Nach der zweijährigen Ausbildung zum Reserveoffizier in einer Fernmeldekompanie von 1979 bis 1981 folgte von 1981 bis 1985 das Studium der Forstwissenschaft in Göttingen mit anschließendem Referendariat im Forstamt Königstein im Taunus. Nach der Staatsprüfung folgte im 1987 die Übernahme in die Hessische Landesforstverwaltung. Von 1988 bis 1994 bekleidete er verschiedene Ämter, beginnend als Personaldezernent beim Regierungspräsidenten in Darmstadt, fortführend als stellvertretender Leiter des Forstamts Michelstadt bis hin als mehrfacher Referatsleiter im Ressortministerium. Im Ministerium für Umwelt und Energie bzw. Umwelt, Landwirtschaft und Forsten in Wiesbaden leitete Wilke von 1995 bis 2000 als Jagdreferent die oberste Jagdbehörde des Landes Hessen und übernahm in der Forstabteilung 1998 zusätzlich die Verantwortung für Personal, Organisation, Liegenschaften und Baumaßnahmen. Zum August 2000 wurde er zum Leiter des Forstamts Herborn ernannt.

Am 1. Juni 2002 wurde Wilke die Leitung der Abteilung Forsten und Naturschutz im Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz übertragen. Er war damit in der Nachfolge von Ministerialdirigent Dr. Wolfgang Dertz nicht nur Forstchef des Landes Hessen, sondern ab 2003 zugleich oberster Fachbeamter des hessischen Naturschutzes.

Im Zuge von Organisationsänderungen innerhalb des Ministeriums ist Wilke seit März 2014 Abteilungsleiter Wald und nachhaltige Forstwirtschaft.

Engagement über den Staatsdienst hinaus

Carsten Wilke engagierte und engagiert sich in einer Fülle von verschiedenen Fachgremien und -verbänden. Beispielhaft für das Land Hessen sind seine Funktionen als Vorsitzender des Vorstands Natura-2000-Stiftung von 2005 bis 2006, deren Vorstandsmitglied er bis heute ist, und seit 2005 als Mitglied im Vorstand Stiftung Hessischer Naturschutz zu nennen. Zudem ist er seit 2002 Vorsitzender des Vorstands der Georg-Ludwig-Hartig-Stiftung und ebenfalls seit 2002 Mitglied im Vorstand der Stiftung Hessischer Jägerhof.

Aber auch außerhalb Hessens war und ist der Jubilar bundesweit eine herausragende Persönlichkeit der deutschen Forstwirtschaft: Von 2006 bis 2013 war er Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Leiter und Leiterinnen der Forstverwaltungen des Bundes und der Länder in der sogenannten Forstchefkonferenz, deren Mitglied er per Amt bis heute ist. Außerdem war er zudem zwischen 2004 und 2007 stellvertretendes Mitglied und ist seitdem ordentliches Mitglied im Präsidium des Deutschen Forstwirtschaftsrats (DFWR) als Vertreter für den Staatswald. Im Wechsel mit der Holzseite war er außerdem Sprecher der 2007 von der Forst- und Holzwirtschaft gemeinsam gegründeten „Plattform Forst & Holz“.

Wilke als Präsident des Deutschen Forstvereins

Bei all seinen Aktivitäten ist es nicht verwunderlich, dass Carsten Wilke im Jahr 2009 als Präsident des Deutschen Forstvereins (DFV) als Nachfolger von Anton Hammer einstimmig von der Mitgliederversammlung gewählt worden ist. Auch den DFV mit seinen 11 Länderforstvereinen und über 6.000 Mitgliedern führt er seitdem mit fester Hand, Souveränität, Gestaltungswillen, Tatkraft, Durchsetzungsvermögen und fundierter Fachkenntnis. Nicht nur, weil er hauptberuflich seit 2002 auch Vorsitzender der Kommission zur Großen Forstlichen Staatsprüfung in Hessen ist liegt ihm der forstliche Nachwuchs sehr am Herzen. Das zeigt sich auch daran, dass er am Auftakt des Jungen Netzwerkes Forst (JNF) als Nachwuchsorganisation des Deutschen Forstvereins bei der DFV-Jahrestagung 2017 in Regensburg und an der offiziellen Gründung zwei Jahre später bei der DFV- Jahrestagung in Dresden persönlich maßgeblich beteiligt war und die Entwicklung des JNF mit großem Interesse weiterhin begleitet.

Der Mensch Carsten Wilke

Wilke betrachtet den Wald als ein dauerhaftes, vielgestaltiges und dynamisches Ökosystem. Dabei bekennt er sich immer zu einer nachhaltigen und multifunktionalen Forstwirtschaft, die stets im Einklang mit der Natur steht. Und in den zahlreichen für die Forstwirtschaft in Deutschland maßgebenden und richtungsweisenden Gremien setzt er sich als tragende Säule mit unermüdlichem und vielfältigem Einsatz vor allem für die Belange des öffentlichen Waldes ein.

Bei all diesen stets produktiven Aktivitäten spielt Wilkes offenes Zugehen auf Menschen und seine Fähigkeit, einen Ausgleich auf pragmatischem Wege zwischen divergierenden Standpunkten zu finden, eine bestimmende Rolle. Er besticht darüber hinaus mit geistreichen Kommentaren und großer Lebensfreude. Sein feiner Humor und seine außergewöhnliche Erfahrung sind eine Bereicherung für jede Zusammenkunft. Das gilt für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Berufskollegen, Geschäftspartnern sowie die vielen beruflichen und persönlichen Freunden gleichermaßen. Diejenigen aus diesen Gruppen, die mit ihm zusammenarbeiten durften und noch dürfen, hatten und haben großes Glück!

Diese zahlreichen Freunde und Weggefährten aus der Forst-, Holz- und Naturschutzbranche wünschen dem Jubilar robuste Gesundheit für weitere Jahre voller Schaffenskraft und großer Erfüllung sowie aber auch zunehmend mehr Zeit und Muße für private Unternehmungen mit seiner Familie und seinem persönlichen Freundeskreis.

Georg Schirmbeck, Oliver Conz, Mark v. Busse

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