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C.A.R.M.E.N. Konjunkturumfrage im 1. Quartal 2015

C.A.R.M.E.N. Konjunkturumfrage im 1. Quartal 2015

C.A.R.M.E.N. erforscht vierteljährlich den wirtschaftlichen Stand der Branche der nachwachsenden Rohstoffe. Befragt werden Unternehmen aus den Teilbranchen feste Biomasse, Biogas, biogene Treibstoffe und stoffliche Nutzung. Diese sollen ihre aktuelle Lage und die zukünftigen Entwicklungen einschätzen.
Bei gut einem Drittel der Betriebe blieben die Umsätze im ersten Quartal 2015 gegenüber dem vorherigen Quartal gleich. Es hat sich dadurch keine nennenswerte Verbesserung oder Verschlechterung eingestellt.
Das Bild bei den Investitionen sieht dagegen anders aus. Nur noch 9 % der Unternehmen haben mehr investiert und über 34 % gar nicht. Diese Zahlen stellen neue negative Rekordwerte seit Beginn der Umfrage 2010 dar. Über 40 % behalten zwar den Investitionsaufwand bei, aber das Investitionsklima bewegt sich insgesamt auf sehr niedrigem Niveau und erreicht den zweitschlechtesten Wert seit Umfragebeginn.
Gegenüber dem letzten Quartal verschlechtert hat sich auch die Entwicklung des Personalbestands. Erstmals überhaupt haben mehr Unternehmen Personal abgebaut als eingestellt.
Auch bei den Aufträgen hat sich der Aufwärtstrend der vergangenen Quartale nicht fortgesetzt. Der Anteil an Firmen mit schlechtem Auftragspolster ist gleich geblieben, liegt aber immer noch bei über einem Viertel. Nur noch jedes sechste Unternehmen bezeichnet die Auftragsentwicklung als gut.
Zukünftige Entwicklungen
Bei der Frage nach der Umsatzentwicklung für die nächsten 12 Monate zeigt sich der erneute Stimmungseinbruch am deutlichsten. Nur noch 34 % rechnen mit steigenden Umsätzen, auch dies ist ein neuer Negativrekord. Dieser Rückgang kommt fast vollständig von den Bereichen mit der höchsten Umsatzentwicklung. Dadurch ist der Anteil an Unternehmen, welche stagnierende oder sinkende Umsätze erwarten, von 50 % auf 66 % gestiegen.
Auch bei den Investitionen zeigt sich kein besseres Bild. Nur noch 12 % wollen das Investitionsvolumen erhöhen, auch das ist ein neuer Tiefstand. Dagegen planen mehr als ein Drittel keine Investitionen und somit ist auch wieder der Höchststand der letzten Quartale erreicht. Dieser Trend verfestigt sich seit vier Quartalen.
Leicht verbessert hat sich die Einschätzung der politischen Rahmenbedingungen. Nur 5 % betrachten sie als gut, aber dieser Wert war nur Mitte 2012 mit 11 % höher. Die Anzahl an Unternehmen, welche die Rahmenbedingungen als schlecht bezeichnen, ist kontinuierlich gestiegen. Zu Beginn im Jahr 2011 lag der Wert bei 25 % bis 40 %, im Jahr 2012 bis Anfang 2014 etwa bei der Hälfte. Seit dem zweiten Quartal 2014 beurteilen zwei Drittel der Betriebe die politischen Rahmenbedingungen als schlecht.
Bei der stofflichen Nutzung ist eine deutliche Abweichung zwischen der Einschätzung der aktuellen Lage und des Trends zu beobachten. Die Einschätzung der aktuellen Lage ist auf dem höchsten Wert seit 2012 und die zukünftige Entwicklung war noch nie so schlecht seit Beginn der Umfrage. Die feste Biomasse schätzt sowohl die aktuelle wie auch die zukünftige Lage so schlecht wie nie ein.
C.A.R.M.E.N.

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