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Projekt für Wildgänse in Bayern wird fortgesetzt

Das Wildgänse-Projekt am Altmühlsee (Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen) und im Maintal zwischen Bamberg und Haßfurt wird fortgesetzt. Das hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner entschieden. „Das Projekt hat uns in den letzten drei Jahren große Verbesserungen gebracht und erheblich zur Befriedung vor Ort beigetragen“, sagte der Minister in München.

Von den gewonnenen Erkenntnissen sollen Brunner zufolge künftig weitere Regionen profitieren, in denen es zu Konflikten mit den Tieren und der Landwirtschaft oder dem Tourismus kommt. Deshalb stehen die Wildgänse-Experten der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) ab sofort auch Betroffenen aus Problemregionen außerhalb der Projektgebiete mit Rat und Tat zur Seite. In den vergangenen Jahren haben die Wildgänsebestände in vielen Teilen Bayerns stark zugenommen. Vor allem Landwirte beklagen die zunehmenden Schäden durch Äsung und die Verschmutzung der Felder durch Kot. Auch verschmutzte Erholungsflächen führen zu Ärger.

Störungsfreier Lebensraum für Wildgänse

Das von der LfL geleitete Projekt setzt auf die Zusammenarbeit aller Beteiligten vor Ort. Landwirte, Jäger, Jagdgenossen, Naturschützer und Behörden entwickeln gemeinsam regionalspezifische Maßnahmen, wie z. B. Fortbildungsangebote für eine verstärkte, revierübergreifende Bejagung und eine gezielte Vergrämung der Wildgänse von sensiblen Flächen. Gleichzeitig sollen attraktive und störungsfreie Lebensräume für die Tiere gefunden werden. Weitere Methoden der Populationskontrolle wie die fachmännische Behandlung von Gelegen werden wissenschaftlich untersucht. Nähere Informationen zum Wildgänse-Modellprojekt gibt es im Internet auf der Seite des Bayerischen Amtes für Landwirtschaft.

 

StMELF

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