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Bayerische Staatsforsten: Vorstand im Sturmschadensgebiet

Das Unwetter vom 18. August, das im Landkreis Passau und Freyung-Grafenau hohe Schäden hinterließ, hat im bayerischen Staatswald auch erheblich Schäden verursacht. Betroffen ist vor allem der Staatsforstbetrieb Neureichenau, der für die Wälder in den beiden Landkreisen verantwortlich ist. Insgesamt fiel dort Holz von mindestens der Höhe eines Jahreseinschlags dem Sturm zum Opfer.

Bei seinem Besuch am 24. August fielen dem Vorstand der Bayerischen Staatsforsten, Reinhardt Neft, vor allem die flächigen Schäden auf. „Dass ganze Wälder dem Unwetter in kürzester Zeit zum Opfer gefallen sind, ist wirklich bedrückend“, kommentiert Vorstand Neft seinen ersten Eindruck vor Ort. Neben der schnellen Aufarbeitung des Holzes hat nun zuerst die Sicherheit der Bevölkerung Vorrang, so Neft weiter. Deshalb werden die Folgen des Unwetters etwa auf Forstwege so schnell wie möglich beseitigt. Dies kann je nach Region einige Tage oder sogar Wochen dauern. Für den nächsten Spaziergang gilt: Vorsicht und Augen auf! Sturmwurfflächen sollten unbedingt gemieden werden. Vorgeschädigte Bäume können bereits bei leichtem Wind umfallen. Gleiches gilt für angebrochene oder lose hängende Äste, die unvermittelt herunterfallen können. Das Aufarbeiten des Sturmholzes erfolgt, soweit möglich, zur Sicherheit der Waldarbeiter und der Bürger durch moderne Holzerntetechnologie.

Zur Minimierung des Borkenkäferrisikos und zur Erhalt der Holzqualität werden im ersten Schritt Einzelwürfe, gebrochenes Holz und Borkenkäferbäume aufgearbeitet. Anschließend erfolgt die Nutzung der größeren Flächenwürfe. Das Schadholz wird je nach Qualität überwiegend in Nass- und Trockenlager verbracht.

Da durch den Sturm auch die privaten Waldbesitzer mit großen Flächen stark betroffen sind, ist es für Reinhardt Neft nur selbstverständlich, dass sich die Bayerischen Staatsforsten solidarisch zeigen. Das staatliche Waldunternehmen hat deshalb neben dem schnellen und gründlichen Herausholen des Sturmholzes aus dem eigenen Wald, um so einer Ausbreitung des Borkenkäfers vorzubeugen, Sofortmaßnahmen beschlossen: Um den Markt von zu viel Schadholz zu entlasten hat der Vorstand der Bayerischen Staatsforsten einen sofortiger Stopp des Einschlag von Nadelfrischholz bis zunächst Ende November 2017 beschlossen.

Die dadurch freigewordenen Holzerntekapazitäten können in den am stärksten betroffenen Wäldern eingesetzt werden. Als weiteres Zeichen der Solidarität stellt die unternehmenseigene Forsttechnik einen Radbagger mit Fahrern und einen Harvester zur Verfügung, die in Zusammenarbeit mit den Waldbesitzern, den örtlichen Feuerwehren und dem Technischem Hilfswerk insbesondere Forststraßen wieder benutzbar machen sollen. Des Weiteren prüfen die Bayerischen Staatsforsten die Einrichtung eines weiteren Nasslagers im niederbayerischen Raum. Damit sich alle Betroffenen ein umfassendes Schadensbild machen können, erstellen die Bayerische Staatsforsten zudem zusammen mit der Forstverwaltung und der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft Satelliten- und Luftbilder.

Bayerische Staatsforsten

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